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Extras zum Podcast "Auf Distanz"

Diese Seiten enthalten Meldungen und Daten aus den Bereichen Astronomie und Raumfahrt.

Zusammengestellt wird dieses Material vom Podcast "Auf Distanz".


Geschrieben: 03.05.2019
Kategorie: Missionen der bemannten Raumfahrt

Photobioreaktor© IRS Stuttgart

Ob es nun ein Außenposten auf dem Mond ist oder ein langer Flug durch den Weltraum: Aufenthalte von Menschen im All sind nicht denkbar ohne technische Systeme, die alles bereitstellen, was zum Leben nötig ist. Bei lang andauernden Missionen kommt es darauf an, den Ressourcenkreislauf möglichst weitgehend zu schließen, um unabhängig von Nachschublieferungen zu sein. Ein neuartiges Experiment, der Photobioreaktor, verspricht einen großen Schritt in Richtung eines geschlossenen Kreislaufs. In dem Versuch wandeln Algen auf der ISS verbrauchte Luft mittels Photosynthese in Sauerstoff und essbare Biomasse um. Die Entwicklung des Experiments wurde vom Institut für Raumfahrtsysteme der Universität Stuttgart und dem Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) initiiert, die Versuchseinrichtung hat Airbus Defence and Space in Friedrichshafen gebaut. Das Photobioreaktor-Experiment auf der ISS wird erstmalig den Zusammenschluss eines neuartigen biologischen Luftaufbereitungssystems mit Algen und eines physikalisch-chemischen Systems demonstrieren. Dies ist wichtig für zukünftige Basisstationen auf dem Mond oder Mars.

Weiterlesen: Algen auf außerirdischer Mission: Atemluft für die ISS-Astronauten

 

Geschrieben: 02.05.2019
Kategorie: GAIA

Aufspüren von Gaia zur Kartierung der Milchstraße© ESO

Gaia, betrieben von der Europäischen Raumfahrtagentur (ESA), vermisst den Himmel aus dem All, um die größte und präziseste dreidimensionale Karte unserer Galaxie zu erstellen. Vor einem Jahr veröffentlichte die Gaia-Mission den mit Spannung erwarteten zweiten Datensatz, der hochpräzise Messungen – Positionen, Entfernungen und Eigenbewegungen – von mehr als einer Milliarde Sternen in unserer Milchstraßen-Galaxie beinhaltet. Dieser Katalog hat umwälzende Studien in vielen Bereichen der Astronomie ermöglicht, die sich mit der Struktur, dem Ursprung und der Entwicklung der Milchstraße befassen und seit seiner Einführung im Jahr 2013 mehr als 1700 wissenschaftliche Publikationen hervorgebracht.

Weiterlesen: Aufspüren von Gaia zur Kartierung der Milchstraße

 

Geschrieben: 26.04.2019
Kategorie: Mission "Rosetta" mit Lander "Philae"

Gemessene und modellierte Oberflächentemperaturen des Kometen 67P© VIRTIS-Team

Zweieinhalb Jahre sind seit dem Ende der operativen Phase der Mission Rosetta im September 2016 vergangen. Die wissenschaftliche Auswertung der Unmengen an Daten der Instrumente auf der Raumsonde und dem Lander Philae dauert weiter an. Neue Erkenntnisse zur Oberflächentemperatur und thermischen Effekten der "Badeenten-Form" des Kometen P67/Churyumov-Gerasimenko veröffentlichte das Wissenschaftlerteam des Instruments VIRTIS am 22. April 2019 in Nature Astronomy. Die deutschen wissenschaftlichen Beiträge zu VIRTIS leitet das Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Weiterlesen: Rosetta "Post-Mission": Neue Erkenntnisse zu Temperatur und Beschaffenheit der Kometenoberfläche

 

Geschrieben: 17.04.2019
Kategorie: SOFIA (Fliegende Sternwarte)

Spektrum des Heliumhydrid-Ions© Komposition: NIESYTO design; Bild NGC 7027: William B. Latter (SIRTF Science Center / Caltech) und NASA/ESA; Spektrum: Rolf Güsten / MPIfR, Nature, 18. April 2019.

Das Heliumhydrid-Ion, wie HeH+ mit vollem Namen heißt, stellte die Wissenschaft vor ein Dilemma: Aus Laboruntersuchungen ist es seit fast 100 Jahren bekannt, aber im Weltall war es trotz aufwendiger Suche bisher nicht aufzufinden. Mit der Folge, dass die damit verbundenen chemischen Modellrechnungen angezweifelt wurden. Doch einem internationalen Forscherteam unter der Leitung von Rolf Güsten vom Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie ist es nun geglückt, dieses Molekül in Richtung des Planetarischen Nebels NGC 7027 eindeutig nachzuweisen. Gelungen ist der Nachweis mit Hilfe des Ferninfrarot-Spektrometers GREAT an Bord der fliegenden Sternwarte SOFIA. SOFIA (Stratosphären Observatorium für Infrarot-Astronomie) ist ein Gemeinschaftsprojekt des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der US-amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA. Die Ergebnisse werden in der Ausgabe der Fachzeitschrift „Nature" vom 18. April 2019 veröffentlicht.

Weiterlesen: SOFIA entdeckt Baustein für das junge Universum

 

Geschrieben: 11.04.2019
Kategorie: Mission "InSight"

HP3-Ersatzmodell im DLR-Testlabor in Bremen© DLR (CC-BY 3.0)

Eine blaue Box, ein Kubikmeter marsähnlicher Sand, ein Stein, ein Modell des Marsmaulwurfs und ein Seismometer - das sind die Hauptbestandteile, mit denen das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) derzeit die Lage auf dem Mars simuliert. Nachdem das DLR-Instrument HP³ (Heat Flow and Physical Properties Package), der Marsmaulwurf, nach seinem ersten Hämmern am 28. Februar 2019 nur etwa 30 Zentimeter in den Marsboden vordringen konnte, analysieren die Planetenforscher und Ingenieure des DLR, wie es dazu kommen konnte und welche Maßnahmen Abhilfe schaffen könnten. "Wir untersuchen und testen verschiedene denkbare Szenarien, um so die Konstellation herauszufinden, die auf dem Mars zum Stoppen unseres Maulwurfs geführt hat", erläutert Testleiter Torben Wippermann vom DLR-Institut für Raumfahrtsysteme in Bremen. Die Basis für die Arbeit der Wissenschaftler: Einige Fotos, Temperaturdaten, Daten des Radiometers sowie Aufzeichnungen des französischen Seismometers während eines kurzen Probehämmerns am 26. März 2019.

Weiterlesen: Tests für den InSight-Maulwurf

 

Geschrieben: 11.04.2019
Kategorie: Sonstige Missionen

Ausgeklappte Solarpaneele von Eu:CROPIS© DLR (CC-BY 3.0)

Mit 17,5 Umdrehungen in der Minuten rotiert der Kompaktsatellit Eu:CROPIS des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) nun im All - und erzeugt damit in seinem Inneren eine Schwerkraft, wie sie auf dem Mond herrscht. Nach seinem Start am 3. Dezember 2018 hatten die Ingenieure des DLR den Satellit erfolgreich getestet und kommandiert. Am 5. Dezember wurden dann die Experimente in Betrieb genommen. Da im Januar 2019 das Hochladen einer aktualisierten Software der beiden Gewächshäuser im Inneren des Satelliten für Verzögerungen sorgte, planten die Ingenieure und Wissenschaftler die Reihenfolge der weiteren Experimente um: Nach den Versuchen mit dem Mini-Onboard Computer SCORE und dem Experiment RAMIS zur Strahlungsmessung wurde nun als drittes Experiment "Powercell", ein Missionsbeitrag der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA, unter Mondbedingungen aktiviert. Sobald dieses beendet ist, wird erneut Software für die weitere Aktivierung der Gewächshäuser zum Satelliten hochgeladen.

Weiterlesen: Mondgravitation in 600 Kilometern über der Erde

 

Geschrieben: 10.04.2019
Kategorie: Astronomie

Erster direkter visuellen Nachweis für das supermassereiche schwarzes Loch im Zentrum der Galaxie Messier 87 und seinen Schatten© EHT Collaboration

Das Ereignishorizontteleskop (EHT, Event Horizon Telescope) – eine erdumspannende Anordnung von acht bodengebundenen Radioteleskopen, durch internationale Zusammenarbeit entstanden – wurde entwickelt, um Bilder von schwarzen Löchern aufzunehmen. Heute zeigen die EHT-Forscher in koordinierten Pressekonferenzen auf der ganzen Welt, dass es ihnen gelungen ist. Sie präsentieren den ersten direkten visuellen Nachweis für ein supermassereiches schwarzes Loch und seinen Schatten.

Weiterlesen: Das erste Bild eines schwarzen Lochs

 

Geschrieben: 29.03.2019
Kategorie: Astronomie

Das La-Silla-Observatorium© ESO

Seit ihrer Einweihung im Jahr 1969 steht die Sternwarte La Silla der ESO an der Spitze der Astronomie. Ihre Palette modernster Instrumente hat es Astronomen ermöglicht, bahnbrechende Entdeckungen zu machen und den Weg für zukünftige Generationen von Teleskopen geebnet. Auch nach 50 Jahren Beobachtungen gehen die Teleskope der ESO in La Silla weiter an die Grenzen der Astronomie, entdecken fremde Welten und enthüllen den Kosmos in atemberaubenden Details.

Weiterlesen: La-Silla-Observatorium wird 50!

 

Geschrieben: 20.12.2018
Kategorie: Astronomie

CTA-Teleskope auf der Südhalbkugel© CTA / M-A. Besel / IAC (G. P. Diaz) / ESO

Der Generaldirektor der ESO und der Geschäftsführer des Cherenkov Telescope Array (CTA)-Observatoriums haben eine Vereinbarung unterzeichnet, die für die Errichtung des CTA-Felds der südlichen Hemisphäre in der Nähe des Paranal-Observatoriums der ESO in Chile erforderlich ist. Darüber hinaus haben die chilenische Regierung und die ESO eine Übereinkunft geschlossen, die es der ESO ermöglicht, dieses neue Teleskop am Standort des Paranal-Observatoriums der ESO zu errichten. Dadurch erhält das ambitionierteste Gammastrahlen-Observatorium der Welt nicht nur Zugang zu den unberührten Beobachtungsbedingungen Chiles, sondern auch zu der hochmodernen Infrastruktur, dem Fachwissen und den Einrichtungen der ESO. Die ESO wird die Anlage im Auftrag des CTA-Observatoriums und seiner Mitglieder betreiben.

Weiterlesen: ESO beherbergt Cherenkov Telescope Array South am Paranal

 

Geschrieben: 20.12.2018
Kategorie: Mission "Horizons"

Alexander Gerst: Ankunft beim DLR in Köln© DLR

Alexander Gerst ist nach 197 Tagen im All und 195 an Bord der Internationalen Raumstation ISS in den Morgenstunden des 20. Dezember 2018 gesund zur Erde zurückgekehrt: Die Sojus MS-09 landete planmäßig um 6.02 Uhr Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) nahe Karaganda in der Steppe Kasachstans. Um 2.40 Uhr MEZ hatte das Raumschiff mit dem deutschen ESA-Astronauten sowie der NASA-Astronautin Serena Aunon-Chancellor und dem russischen Kosmonauten Sergey Prokopjev die Raumstation verlassen, knapp dreieinhalb Stunden später hatte die Crew der ISS-Expedition 57 wieder festen Boden unter den Füßen.

Weiterlesen: Alexander Gerst ist zurück auf der Erde