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Extras zum Podcast "Auf Distanz"

Diese Seiten enthalten Meldungen und Daten aus den Bereichen Astronomie und Raumfahrt.

Zusammengestellt wird dieses Material vom Podcast "Auf Distanz".


Geschrieben: 25.01.2017
Kategorie: Sentinel-Satelliten, GMES, Copernicus

Falschfarbenkomposit des TimeScan-Landsat-2015 für die Region New York© DLR (CC-BY 3.0)

Bis Ende 2017 werden die Satellitenmissionen Sentinel-1, -2 und -3 des europäischen Copernicus-Programms ein tägliches Datenvolumen von mehr als 20 Terabyte generieren. Angesichts dieser Datenmengen sind neue Auswertungsverfahren erforderlich. Deshalb haben Wissenschaftler am Earth Observation Center (EOC) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen den TimeScan-Prozessor entwickelt und erfolgreich getestet. Mit Hilfe der neuen Anwendung wird aus einer Vielzahl von Satellitenaufnahmen, die über einen längeren Zeitraum aufgenommen wurden, ein einziges Informationsprodukt herausgearbeitet. Für den Test wurden über 450.000 Aufnahmen des amerikanischen Landsat-Satelliten aus dem Zeitraum 2013 bis 2015 verarbeitet und jetzt als "TimeScan-Landsat-2015"-Produkt veröffentlicht.

Weiterlesen: 500 Terabyte komprimiert in einem Bild

 

Geschrieben: 25.01.2017
Kategorie: SmallGEO

SmallGEO / Hispasat 36W-1© ESA / Pierre Carril

Europas neue vielseitige kleine geostationäre Plattform wird in den frühen Morgenstunden des 28. Januar an Bord einer Sojus zu ihrem Jungfernflug aufbrechen.

Weiterlesen: Jungfernflug von SmallGEO

 

Geschrieben: 23.01.2017
Kategorie: Sonstige Missionen

Der Atomchip der MAIUS-Apparatur© MAIUS-Projektteam / J. Matthias

Eines der komplexesten Experimente, das je auf einer Forschungsrakete geflogen wurde: So könnte man das Experiment MAIUS 1 (Materiewellen-Interferometrie unter Schwerelosigkeit) beschreiben, das am 23. Januar 2017 um 3.30 Uhr mitteleuropäischer Zeit mit einer Forschungsrakete vom Raumfahrtzentrum Esrange bei Kiruna in Nordschweden ins Weltall gestartet ist. Während der etwa sechsminütigen Phase, in der während des Fluges Schwerelosigkeit herrscht, ist es deutschen Wissenschaftlern erstmalig gelungen, ein Bose-Einstein-Kondensat (BEK) im Weltraum zu erzeugen und für Interferometrie-Experimente zu nutzen. "Bose-Einstein-Kondensate entstehen, wenn ein Gas bis fast auf den absoluten Nullpunkt heruntergekühlt wird", sagt Rainer Forke vom Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). "Nun sind wir glücklich, dass wir nachweisen konnten, dass die MAIUS-1-Anlage im Weltraum einwandfrei arbeitet. Während der Schwerelosigkeitsphase konnten rund 100 Einzelexperimente zu verschiedenen Aspekten der Materiewelleninterferometrie durchgeführt werden."

Weiterlesen: MAIUS 1: Erstes Bose-Einstein-Kondensat im All erzeugt

 

Geschrieben: 20.01.2017
Kategorie: eROSITA

Spiegelmodule von eROSITA© MPE

Das Röntgenteleskop eROSITA ist nun startbereit: Nicht in den Weltraum, aber nach Moskau ging die Reise am 20. Januar 2017 an Bord eines Frachtflugzeugs für das Hauptinstrument der russisch-deutschen Weltraummission Spectrum-Roentgen-Gamma (SRG). Das Instrument des Max-Planck-Instituts für Extraterrestrische Physik (MPE), das vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) gefördert wird, soll den gesamten Himmel in bisher nicht erreichter Präzision durchmustern und so tiefere Einblicke in die Struktur des Universums und Hinweise auf die Natur der Dunklen Energie liefern. Im Jahr 2018 wird eROSITA an Bord von SRG mit einer Proton-Rakete vom russischen Startplatz Baikonur in Kasachstan ins All starten.

Weiterlesen: Weltraumteleskop eROSITA fertiggestellt

 

Geschrieben: 18.01.2017
Kategorie: CanSat

CanSat-Rakete beim Start© DLR (CC-BY 3.0)

Schülerinnen und Schüler können einen eigenen voll funktionsfähigen Mini-Satelliten in der Größe einer Getränkedose entwickeln und mit einer Rakete in den Himmel schicken. Dies ermöglicht der vierte deutsche CanSat-Wettbwerb (engl. für Dosen-Satellit), den das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) unterstützt. Das Siegerteam qualifiziert sich für die anschließende europaweite Ausscheidung der Europäischen Weltraumorganisation (ESA). Bewerbungsschluss ist der 3. Februar 2017.

Weiterlesen: Schüler entwickeln eigenen Mini-Satelliten (2017)

 

Geschrieben: 18.01.2017
Kategorie: Astronomie

ALMA beobachtet riesigen Sonnenfleck (1,25 Millimeter)© ALMA (ESO / NAOJ / NRAO)

Neue Aufnahmen, die mit dem Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) in Chile aufgenommen wurden, haben sonst unsichtbare Details unserer Sonne zum Vorschein gebracht. Unter den Bildern findet sich auch eine neue Aufnahme des dunklen, gekrümmten Zentrums eines Sonnenflecks, dessen Größe fast dem Doppelten des Erddurchmessers entspricht. Diese Bilder sind die ersten Aufnahmen der Sonne, die mit einer Einrichtung aufgenommen wurden, an der die ESO beteiligt ist. Damit haben sich die Möglichkeiten zur Beobachtung und Erforschung der Physik unseres nächsten Sterns um eine wichtige Komponente erweitert. Die ALMA-Antennen wurden in besonderer Weise konzipiert, so dass sie die Sonne abbilden können, ohne durch die intensive Hitze des gebündelten Lichts beschädigt zu werden.

Weiterlesen: ALMA beginnt Beobachtung der Sonne

 

Geschrieben: 09.01.2017
Kategorie: Astronomie

Die Molekülwolke Orion A aus Sicht von VISTA© ESO / VISION survey

Diese beeindruckende neue Aufnahme zeigt die Molekülwolke Orion A, die nächste uns bekannte Entstehungsregion massereicher Sterne, etwa 1350 Lichtjahre von der Erde entfernt. Hierbei handelt es sich um eines der größten Mosaike aus nahinfraroten hochauflösenden Einzelbildern, die mit dem VISTA-Durchmusterungsteleskop am Paranal-Observatorium der ESO im Norden Chiles aufgenommen wurden und viele jungen Sterne und andere Objekte zum Vorschein bringen, die normalerweise tief in den Staubwolken verborgen sind.

Weiterlesen: Die verborgenen Schätze der Wolken Orions

 

Geschrieben: 21.12.2016
Kategorie: Astronomie

Das verschmelzende Galaxiensystem Arp 220 aus Sicht von ALMA und Hubble© ALMA (ESO / NAOJ / NRAO) / NASA / ESA and The Hubble Heritage Team (STScI / AURA)

Dank neuer Empfänger, die an den Antennenschüsseln des Observatoriums angebracht wurden, kann das Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) in Chile jetzt in einem neuen Bereich des elektromagnetischen Spektrums beobachten. Die neuen Empfänger können Radiowellen mit Wellenlängen zwischen 1,4 und 1,8 Millimeter erfassen – ein Bereich, der vorher von ALMA unberührt blieb. Die Aufrüstung ermöglicht es Astronomen, schwache Signale von Wasser im nahen Universum nachzuweisen.

Weiterlesen: Erstes Licht für Band 5 bei ALMA

 

Geschrieben: 15.12.2016
Kategorie: Galileo (Navigationssystem)

Vertragsunterzeichnung zwischen Spaceopal und der GSA© François de Ribaucourt

Am 15. Dezember 2016 hat das europäische Satellitennavigationssystem Galileo einen weiteren Schritt hin zum künftigen Routinebetrieb gemacht. Die European GNSS Agency (GSA) hat im Auftrag der Europäischen Kommission durch durch einen Vertrag, der heute in Brüssel unterschrieben worden ist, den Betrieb von Galileo für die nächsten zehn Jahre an das Münchener Unternehmen Spaceopal übertragen.

Weiterlesen: Spaceopal weitere zehn Jahre für Galileo-Gesamtbetrieb verantwortlich

 

Geschrieben: 15.12.2016
Kategorie: Mission "Dawn"

Krater Occator auf dem Zwergplaneten Ceres© DLR (CC-BY 3.0)

Der Krater Occator auf dem Zwergplaneten Ceres ist ein Hingucker: Mit einem Durchmesser von 92 Kilometern ist er größer als der Krater Tycho auf dem Mond - der selbst von der Erde aus mit dem bloßen Auge als heller Fleck zu erkennen ist. Seine Wände ragen mit bis zu 2000 Metern höher empor als die Eiger-Nordwand in den Berner Alpen. Und seine hellen Flecken im Inneren des Kraters lassen weltweit die Wissenschaftler über ihre Beschaffenheit und ihren Ursprung diskutieren. "Der Einschlag, der diesen Krater entstehen ließ, hat sehr wahrscheinlich eine Verbindung zum tieferen Untergrund geschaffen - und so konnte vermutlich ein Gemisch aus Eis, Schlamm und Salz durch Spalten in der Kruste nach oben steigen", sagt DLR-Planetenforscher Prof. Ralf Jaumann, Mitglied im Kamera-Team der amerikanischen Dawn-Mission. Das helle kalkhaltige Salz an Ceres‘ Oberfläche ist der Rückstand dieses Prozesses. "Es hat also eine Art vulkanischer Tätigkeit stattgefunden - allerdings nicht mit geschmolzenem Gestein, sondern mit einem geschmolzenem Eis-Schlamm-Gemisch." Ein vom DLR-Institut für Planetenforschung erstelltes Video simuliert einen Überflug über den einzigartigen Krater. Vorgestellt wurden die detaillierten Ergebnisse sowie weitere Bilder auf einer Pressekonferenz am 15. Dezember 2016 auf der AGU (American Geophysical Union).

Weiterlesen: Eisiger Vulkan auf Zwergplanet Ceres