Diese Seiten enthalten Meldungen und Daten aus den Bereichen Astronomie und Raumfahrt.
Zusammengestellt wird dieses Material vom Podcast "Auf Distanz".
Für den Menschen im Weltraum stellt die Weltraumstrahlung ein großes gesundheitliches Risiko dar. Deren Auswirkungen auf den menschlichen Körper sind ein entscheidender und möglicherweise limitierender Faktor für geplante zukünftige Langzeitaufenthalte des Menschen im freien Weltraum. Um dieses Strahlenrisiko genauer bestimmen und mögliche Maßnahmen zum Schutz entwickeln zu können, wird das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mehr als 50 Jahre nach der ersten Mondlandung im Jahr 2020 das Experiment MARE (Matroshka AstroRad Radiation Experiment) mit der NASA Exploration Mission 1 (NASA EM-1) zum Mond schicken. Mit MARE werden erstmals zwei weibliche Phantome, ausgestattet mit Strahlungsdetektoren und eine der beiden mit einer Strahlenschutzweste, einen Raumflug antreten.
Weiterlesen: Helga und Zohar: Strahlungsbelastung auf dem Weg zum Mond
Ob allein oder im Schwarm – kleine Satelliten mit einem Gewicht von wenigen Kilogramm (Nanosatelliten) bis zu mehreren hundert Kilogramm (Mikro- und Minisatelliten) werden technologisch immer ausgereifter und haben das Potenzial, die Branche grundlegend zu verändern. In den nächsten Jahren sollen hunderte solcher Kleinsatelliten in die Erdumlaufbahn befördert werden. Im Zuge des EU-Projekts SMILE (Small Innovative Launcher for Europe) haben Forscher am Institut für Bauweisen und Strukturtechnologie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) ein wiederverwendbares Raketentriebwerk speziell für den Start solcher Satelliten entwickelt und in ersten Versuchen am Prüfstand erfolgreich getestet.
Weiterlesen: DLR entwickelt wiederverwendbares Raketentriebwerk für Start von Kleinsatelliten
Einer internationalen Gruppe von Astronomen unter Beteiligung des Max-Planck-Instituts für Astronomie (MPIA) in Heidelberg ist es gelungen, beim nur sechs Lichtahre entfernten Barnards Stern einen Planeten nachzuweisen, der gut drei Mal so viel Masse wie die Erde aufweist und ähnlich kalt wie der Saturn ist. Die Entdeckung gelang über die Messung der periodischen Änderung der Radialgeschwindigkeit des Muttergestirns. Dabei spielte der Spektrograf CARMENES eine wichtige Rolle, der maßgeblich vom MPIA mit entwickelt wurde.
Der der Sonne nächstgelegene Einzelstern beherbergt einen Exoplaneten, der mindestens 3,2 mal so massereich ist wie die Erde – eine sogenannte Super-Erde. Eines der bisher größten Beobachtungsprogramme mit Daten aus einer weltumspannenden Reihe von Teleskopen, darunter der ESO-Planetenjäger HARPS, hat diese frostige, schwach beleuchtete Welt offenbart. Der neu entdeckte Planet ist der zweitnähste bekannte Exoplanet der Erde. Barnards Stern ist der sich am schnellsten bewegende Stern am Nachthimmel.
Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat in seiner Sitzung am 8. November 2018 63,4 Millionen Euro für den Aufbau von sieben neuen Instituten und Einrichtungen für das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), vorbehaltlich der finalen Entscheidung des Deutschen Bundestages zum Haushaltsgesetz 2019, freigegeben.
Am 8. November 2018 fand in Potsdam die branchenübergreifende Konferenz "Raumfahrttechnologien und -dienstleistungen für die Landwirtschaft - Landtechnik, Digitalisierung, Klimawandel und Biodiversität" statt. Das Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) veranstaltete die Konferenz als Teil der Initiative INNOspace. Ziel war es, die Anwendungspotenziale der satellitengestützten Erdbeobachtung, Navigation und Kommunikation sowie Technologietransferpotenziale für die Themenschwerpunkte Landtechnik, nachhaltige Landwirtschaft, Klimawandel und Biodiversität aufzuzeigen.
Weiterlesen: Raumfahrttechnologien und -dienstleistungen für die Landwirtschaft
MetOp-C, der dritte Satellit der MetOp-Baureihe, ist an Bord einer Sojus-Trägerrakete von Europas Raumflughafen in Französisch-Guayana aus in den Weltraum gestartet worden, um auch in Zukunft die Übertragung von Wetterdaten aus polaren Umlaufbahnen zu ermöglichen.
Weiterlesen: Europas dritter polarumlaufender Wettersatellit erfolgreich gestartet
Der europäische Wettersatellit "Metop-C" ist am 7. November 2018 um 1.47 Uhr Mitteleuropäischer Zeit (6. November, 21.47 Uhr Ortszeit) an Bord einer Sojus-Rakete vom europäischen Weltraumbahnhof in Kourou (Französisch-Guayana) gestartet. Metop-C ergänzt die beiden baugleichen Satelliten Metop-A und Metop-B, die im Oktober 2006 beziehungsweise im September 2012 gestartet sind. Betrieben werden sie von EUMETSAT, der Europäischen Organisation für die Nutzung meteorologischer Satelliten. Deutschland ist über das Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit rund 21 Prozent an der Satellitenentwicklung beteiligt.
Weiterlesen: Wettersatellit Metop-C erfolgreich gestartet - Wettervorhersage wird noch genauer
Geschrieben: 06.11.2018
Kategorie: Astronomie
© ALMA (ESO / NAOJ / NRAO), Tremblay et al.; NRAO / AUI / NSF, B. Saxton; NASA / Chandra; ESO / VLTBeobachtungen mit ALMA und dem MUSE-Spektrografen am VLT der ESO haben eine gewaltige Fontäne aus molekularem Gas aufgedeckt. Sie wird von einem Schwarzen Loch in dem hellsten Mitglied des Galaxienhaufens Abell 2597 gespeist. Der vollständige Kreislauf aus Einfall und Ausfluss, der diese riesige kosmische Quelle antreibt, wurde noch nie zuvor in ein und demselben System beobachtet.
Weiterlesen: ALMA und MUSE entdecken einen galaktischen Springbrunnen
Eine historische Mission ist beendet: Die NASA-Raumsonde Dawn ist seit dem 31. Oktober verstummt. Am 27. September 2007 war Dawn gestartet, um die Asteroiden Vesta und den Zwergplaneten Ceres zu erforschen, die sich im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter befinden. Mit an Bord befand sich ein deutsches Kamerasystem, an deren Entwicklung und Bau das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) beteiligt war.
Weiterlesen: Dawn schweigt: Das Ende einer erfolgreichen Mission