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Extras zum Podcast "Auf Distanz"

Diese Seiten enthalten Meldungen und Daten aus den Bereichen Astronomie und Raumfahrt.

Zusammengestellt wird dieses Material vom Podcast "Auf Distanz".


Geschrieben: 11.04.2019
Kategorie: Sonstige Missionen

Ausgeklappte Solarpaneele von Eu:CROPIS© DLR (CC-BY 3.0)

Mit 17,5 Umdrehungen in der Minuten rotiert der Kompaktsatellit Eu:CROPIS des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) nun im All - und erzeugt damit in seinem Inneren eine Schwerkraft, wie sie auf dem Mond herrscht. Nach seinem Start am 3. Dezember 2018 hatten die Ingenieure des DLR den Satellit erfolgreich getestet und kommandiert. Am 5. Dezember wurden dann die Experimente in Betrieb genommen. Da im Januar 2019 das Hochladen einer aktualisierten Software der beiden Gewächshäuser im Inneren des Satelliten für Verzögerungen sorgte, planten die Ingenieure und Wissenschaftler die Reihenfolge der weiteren Experimente um: Nach den Versuchen mit dem Mini-Onboard Computer SCORE und dem Experiment RAMIS zur Strahlungsmessung wurde nun als drittes Experiment "Powercell", ein Missionsbeitrag der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA, unter Mondbedingungen aktiviert. Sobald dieses beendet ist, wird erneut Software für die weitere Aktivierung der Gewächshäuser zum Satelliten hochgeladen.

Weiterlesen: Mondgravitation in 600 Kilometern über der Erde

 

Geschrieben: 10.04.2019
Kategorie: Astronomie

Erster direkter visuellen Nachweis für das supermassereiche schwarzes Loch im Zentrum der Galaxie Messier 87 und seinen Schatten© EHT Collaboration

Das Ereignishorizontteleskop (EHT, Event Horizon Telescope) – eine erdumspannende Anordnung von acht bodengebundenen Radioteleskopen, durch internationale Zusammenarbeit entstanden – wurde entwickelt, um Bilder von schwarzen Löchern aufzunehmen. Heute zeigen die EHT-Forscher in koordinierten Pressekonferenzen auf der ganzen Welt, dass es ihnen gelungen ist. Sie präsentieren den ersten direkten visuellen Nachweis für ein supermassereiches schwarzes Loch und seinen Schatten.

Weiterlesen: Das erste Bild eines schwarzen Lochs

 

Geschrieben: 29.03.2019
Kategorie: Astronomie

Das La-Silla-Observatorium© ESO

Seit ihrer Einweihung im Jahr 1969 steht die Sternwarte La Silla der ESO an der Spitze der Astronomie. Ihre Palette modernster Instrumente hat es Astronomen ermöglicht, bahnbrechende Entdeckungen zu machen und den Weg für zukünftige Generationen von Teleskopen geebnet. Auch nach 50 Jahren Beobachtungen gehen die Teleskope der ESO in La Silla weiter an die Grenzen der Astronomie, entdecken fremde Welten und enthüllen den Kosmos in atemberaubenden Details.

Weiterlesen: La-Silla-Observatorium wird 50!

 

Geschrieben: 20.12.2018
Kategorie: Astronomie

CTA-Teleskope auf der Südhalbkugel© CTA / M-A. Besel / IAC (G. P. Diaz) / ESO

Der Generaldirektor der ESO und der Geschäftsführer des Cherenkov Telescope Array (CTA)-Observatoriums haben eine Vereinbarung unterzeichnet, die für die Errichtung des CTA-Felds der südlichen Hemisphäre in der Nähe des Paranal-Observatoriums der ESO in Chile erforderlich ist. Darüber hinaus haben die chilenische Regierung und die ESO eine Übereinkunft geschlossen, die es der ESO ermöglicht, dieses neue Teleskop am Standort des Paranal-Observatoriums der ESO zu errichten. Dadurch erhält das ambitionierteste Gammastrahlen-Observatorium der Welt nicht nur Zugang zu den unberührten Beobachtungsbedingungen Chiles, sondern auch zu der hochmodernen Infrastruktur, dem Fachwissen und den Einrichtungen der ESO. Die ESO wird die Anlage im Auftrag des CTA-Observatoriums und seiner Mitglieder betreiben.

Weiterlesen: ESO beherbergt Cherenkov Telescope Array South am Paranal

 

Geschrieben: 20.12.2018
Kategorie: Mission "Horizons"

Alexander Gerst: Ankunft beim DLR in Köln© DLR

Alexander Gerst ist nach 197 Tagen im All und 195 an Bord der Internationalen Raumstation ISS in den Morgenstunden des 20. Dezember 2018 gesund zur Erde zurückgekehrt: Die Sojus MS-09 landete planmäßig um 6.02 Uhr Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) nahe Karaganda in der Steppe Kasachstans. Um 2.40 Uhr MEZ hatte das Raumschiff mit dem deutschen ESA-Astronauten sowie der NASA-Astronautin Serena Aunon-Chancellor und dem russischen Kosmonauten Sergey Prokopjev die Raumstation verlassen, knapp dreieinhalb Stunden später hatte die Crew der ISS-Expedition 57 wieder festen Boden unter den Füßen.

Weiterlesen: Alexander Gerst ist zurück auf der Erde

 

Geschrieben: 13.12.2018
Kategorie: Astronomie

Messungen des Hintergrundrauschens von GEO600© Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik

Einsteins Gravitationswellen nachzuweisen, erfordert hochpräzise Lasermessungen kleiner Längenänderungen. Die kilometergroßen Detektoren des internationalen Netzwerks (GEO600, LIGO, Virgo) sind so empfindlich, dass sie grundlegend durch winzige quantenmechanische Effekte begrenzt sind. Diese verursachen ein Hintergrundrauschen, das sich mit den gesuchten Gravitationswellensignalen überlagert. Dieses Rauschen ist immer vorhanden und lässt sich nie ganz beseitigen. Aber man kann seine Eigenschaften so verändern, dass es die Messung weniger stört; mit einem Prozess namens Quetschen, der bisher nur bei GEO600 routinemäßig eingesetzt wird. Jetzt haben die GEO600-Forscher*innen in ihrem Detektor besseres Quetschlicht als je zuvor hergestellt. Damit lässt sich das internationale Detektornetzwerk in den nächsten Beobachtungsläufen empfindlicher machen. Es ist außerdem ein wichtiger Schritt zu Detektoren der dritten Generation wie dem Einstein-Teleskop.

Weiterlesen: Neuer Quetschlicht-Rekord bei GEO600

 

Geschrieben: 12.12.2018
Kategorie: Astronomie

Die besondere Wechselwirkung in R Aquarii, eingefangen von SPHERE© ESO / Schmid et al.

Beim Testen eines neuen Subsystems von SPHERE, dem Instrument zur Planetensuche am Very Large Telescope der ESO, konnten Astronomen beeindruckende Details der turbulenten Wechselwirkungen im Doppelstern R Aquarii mit beispielloser Präzision erfassen – selbst im Vergleich zu Beobachtungen mit Hubble.

Weiterlesen: Tanz mit dem Feind

 

Geschrieben: 11.12.2018
Kategorie: Astronomie

Die Geminiden© Brian Tomlinson

Wer um den 14. Dezember in den klaren Abendhimmel blickt, kann Zeuge eines außergewöhnlichen Naturschauspiels werden: den Geminiden. Über mehrere Tage hinweg lassen sich - bei entsprechenden Witterungsbedingungen - zahlreiche gelb-weiß leuchtende Sternschnuppen beobachten. Der Ursprung des Meteorschauers konnte jedoch bis heute nicht zweifelsfrei geklärt werden. Nun entwickelten Wissenschaftler ein Modell, das die Geminiden als kosmische Spur des erdnahen Asteroiden Phaeton erklärt. "Phaeton stand als Quellkörper immer mal wieder in der Diskussion, es fehlte letztendlich aber noch eine überzeugende Erklärung, wie dieser Asteroid einen Meteorstrom hervorbringen kann", sagt Prof. Tilman Spohn vom DLR-Institut für Planetenforschung, Co-Autor der Veröffentlichung.

Weiterlesen: Forscher klären den Ursprung der Geminiden

 

Geschrieben: 05.12.2018
Kategorie: Astronomie

SPECULOOS schaut in die Nacht© ESO / P. Horálek

Das Projekt SPECULOOS hat seine ersten Beobachtungen am Paranal-Observatorium der Europäischen Südsternwarte in Nordchile durchgeführt. SPECULOOS wird sich auf die Detektion von erdgroßen Planeten konzentrieren, die sich um benachbarte ultrakühle Sterne und Braune Zwerge drehen.

Weiterlesen: First Light für SPECULOOS

 

Geschrieben: 05.12.2018
Kategorie: Sonstige Meldungen

Galileo-Satellit im Orbit© ESA - P. Carril

Aufgrund einer Fehlfunktion der Soyuz-Oberstufe erreichten zwei Galileo-Satelliten im August 2014 nicht ihre vorgesehene Höhe. Darin sahen Forscher des Zentrums für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM) der Universität Bremen sofort einen möglichen Glücksfall für ihre Forschung zu Einsteins Relativitätstheorie. Die Ergebnisse dieser unverhofften, wissenschaftlichen Satelliten-Mission wurden nun in der renommierten Zeitschrift „Physical Review Letters“ veröffentlicht.

Weiterlesen: Zweite Chance für Galileo-Satelliten