Logo

Extras zum Podcast "Auf Distanz"

Diese Seiten enthalten Meldungen und Daten aus den Bereichen Astronomie und Raumfahrt.

Zusammengestellt wird dieses Material vom Podcast "Auf Distanz".


Geschrieben: 24.08.2018
Kategorie: Sonstiges

Farbaufnahme der MACS-Kamera© DLR

Die Einsatzbedingungen sind ungewöhnlich und das Beförderungsfahrzeug nicht alltäglich: Derzeit ist ein MACS-Kamerasystem (Modular Aerial Camera System) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) am Polarforschungsflugzeug POLAR 5 des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung (AWI) installiert. Sie wird die Region um das kanadische Inuvik aufnehmen. Mit der Messkampagne, die vom AWI durchgeführt wird, sollen die Klimaprozesse in der Arktis untersucht und besser verstanden werden. Die Ingenieure und Wissenschaftler des DLR testen mit dem Einsatz nördlich des Polarkreises die eigens entwickelte und gebaute MACS-Polar Luftbildkamera. "Wir freuen uns, dieses Kamerasystem nun auch erstmals für die Fernerkundung in der Arktis einsetzen zu können", erläutert Projektleiter Jörg Brauchle vom DLR-Institut für Optische Sensorsysteme.

Weiterlesen: Fernerkundung für die Umwelt: MACS-Kamera des DLR misst Veränderungen des Permafrostbodens

 

Geschrieben: 23.08.2018
Kategorie: Mission "Hayabusa 2" mit Lander "MASCOT"

Landestellen der Hayabusa2-Mission auf dem Asteroiden Ryugu© JAXA, University of Tokyo & collaborators

Nicht zu heiß und nicht zu kalt. Nicht zu viele Brocken, aber auch nicht zu wenige. Gut erreichbar und wissenschaftlich spannend. Die Ansprüche, die das Team des Landers MASCOT (Mobile Asteroid Surface Scout) an die Landestelle auf dem Asteroiden Ryugu hatte, waren nicht einfach zu bedienen. "Aber wir haben die fast perfekte Landestelle jetzt festgelegt", sagt Prof. Ralf Jaumann vom DLR-Institut für Planetenforschung, zuständig für das Kamera-Experiment MASCAM auf dem Lander und wissenschaftlicher Leiter der Landesonde MASCOT. Auch Projektmanagerin Dr. Tra-Mi Ho vom DLR ist zufrieden: "Für den Betrieb unseres Landers gehörte die ausgewählte Landestelle von Anfang an zu den Favoriten." Gemeinsam mit über 100 internationalen und nationalen Partnern wurde die Landestelle aus zehn potenziellen Kandidaten für den Lander MASCOT ausgewählt und am 23. August 2018 verkündet. Die Landung von MASCOT ist für den 3. Oktober 2018 vorgesehen. Auch die Stellen, an denen die Hayabusa2-Sonde Proben nehmen und die drei MINERVA-II-Rover absetzen wird, stehen nun fest.

Weiterlesen: Landestelle auf dem Asteroiden Ryugu festgelegt

 

Geschrieben: 22.08.2018
Kategorie: ADM-Aeolus

Start des Satelliten Aeolus© ESA / CNES / Arianespace

Der Erdforschungssatellit Aeolus der ESA, der mithilfe einer revolutionären Lasertechnologie Winde rund um den Erdball messen wird, wurde an Bord eines Vega-Trägers in eine polare Umlaufbahn gestartet. Diese neue Mission wird nicht nur eine Schlüsselrolle für ein besseres Verständnis der Funktionsweise unserer Atmosphäre spielen, sondern auch zu genaueren Wettervorhersagen beitragen.

Weiterlesen: Windsatellit Aeolus der ESA erfolgreich gestartet

 

Geschrieben: 21.08.2018
Kategorie: ADM-Aeolus

Der Erdbeobachtungssatellit ADM Aeolus misst Windprofile© ESA / ATG medialab

Wir kennen das Bild aus dem Wetterbericht: Im Satellitenfilm sind Wolkenformationen und andere Informationen zu erkennen, die für unser Wetter eine entscheidende Rolle spielen. Bislang werden aber keine direkten Windinformationen erfasst. Mit "Aeolus" soll sich das ändern: Die Mission der Europäischen Raumfahrtagentur ESA soll bis 2021 mit einem neuartigen und leistungsstarken Laser-System vertikale Windprofile erstellen und so zum ersten Mal hochgenau und zeitnah Daten zu globalen Windfeldern in der Atmosphäre messen. Wissenschaftler und Meteorologen können aus diesen Daten wichtige Informationen für ein besseres Verständnis unserer Wettersysteme und des Klimas gewinnen. Der 1,4 Tonnen schwere Erdbeobachtungssatellit soll am 22. August 2018 um 23:20 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ, 18:20 Uhr Ortszeit) an Bord einer europäischen VEGA-Trägerrakete vom ESA-Raumflughafen in Kourou (Französisch-Guyana) starten und die Erde in einer Höhe von 320 Kilometern umkreisen. Der Start war ursprünglich für den 21. August vorgesehen, wurde aber wegen Höhenwinden um 24 Stunden verschoben.

Weiterlesen: Aeolus: Zum ersten Mal den Wind per Laser aus dem Weltraum messen

 

Geschrieben: 16.08.2018
Kategorie: Missionen der bemannten Raumfahrt

Außenbordeinsatz an der ISS© NASA

Am Abend des 15. August 2018 haben die beiden russischen Kosmonauten Sergei Prokopjew und Oleg Artemjew bei ihrem fast achtstündigen Außenbordeinsatz an der Internationalen Raumstation ISS auch die ICARUS- Antenne des gleichnamigen deutsch-russischen Forschungsprojektes am Swesda-Modul entfaltet. Der Außenbordeinsatz dauerte von 18:17 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ) am 15. August bis 02:03 Uhr MESZ am 16. August. Für die Außeninstallation der ICARUS-Antenne brauchten die beiden Kosmonauten rund fünf Stunden bis 00:18 Uhr MESZ.

Weiterlesen: Außenbordeinsatz für ICARUS

 

Geschrieben: 09.08.2018
Kategorie: Mission "Horizons"

Die Mondfinsternis vom 27. Juli 2018 von der ISS aus betrachtet© Alexander Gerst

Rund zwei Monate lebt und arbeitet der deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst nun auf der Internationalen Raumstation ISS. Während einige Experimente der horizons-Mission, an denen das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) beteiligt ist, noch in den Startlöchern stehen, liefern andere Versuche wie der Planetensimulator MagVector/MFX-2 und das zellbiologische Experiment FLUMIAS bereits wissenschaftliche Ergebnisse.

Weiterlesen: Mission horizons: Eine Mondfinsternis und jede Menge Wissenschaft

 

Geschrieben: 08.08.2018
Kategorie: Astronomie

Elliptische Eleganz: Umgebung der elliptischen Galaxie NGC 5018© ESO / Spavone et al.

Eine Vielzahl von Galaxien füllt dieses detailreiche Bild, das mit dem VLT Survey Telescope der ESO aufgenommen wurde, ein modernes 2,6-Meter-Teleskop, welches für die Durchmusterung des Himmels im sichtbares Licht gebaut wurde. Die Eigenschaften der Vielzahl von Galaxien, die über das Bild verteilt sind, erlauben es den Astronomen, die feinsten Details der galaktischen Struktur aufzudecken.

Weiterlesen: Elliptische Eleganz

 

Geschrieben: 08.08.2018
Kategorie: Mission "Hayabusa 2" mit Lander "MASCOT"

Aufnahme des Asteroids aus einer Höhe von ca. 1000 Meter© JAXA, Tokyo Universität, Kochi Universität, Rikkyo Universität, Nagoya Universität, Chiba Institut für Technologie, Meiji Universität, Aizu Universität, AIST

Fast vier Jahre mussten Wissenschaftler und Ingenieure warten, bis die japanische Hayabusa2-Sonde mit dem vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelten und gebauten Lander MASCOT (Mobile Asteroid Surface Scout) an Bord ihr Ziel erreichte: den Asteroiden Ryugu. Mit der Annäherung und der Ankunft am 27. Juni 2018 ist die Landung nun in greifbare Nähe gerückt. Voraussichtlich in der ersten Oktoberwoche 2018 - davon wird nach derzeitigen Planungen ausgegangen - wird mit MASCOT zum ersten Mal ein wissenschaftliches Labor mit Instrumenten gezielt auf einem Asteroiden landen. Zurzeit führt die japanische Raumfahrtagentur JAXA mit der Raumsonde Hayabusa2 Messungen durch, die die Schwerkraft des Asteroiden präziser bestimmen sollen. Diese Angabe ist auch für die Landung von MASCOT eine wichtige Größe. Auf der Asteroidenoberfläche wird MASCOT an mehr als einem Ort Messungen durchführen. Dabei wird er autonom "entscheiden" und die Instrumente betreiben. Projektleiterin Dr. Tra-Mi Ho vom DLR-Institut für Raumfahrtsysteme erläutert im Interview, wie das Team den Lander MASCOT auf seine Mission vorbereitet, wie seine Arbeit auf dem Himmelskörper ablaufen wird - und welche Risiken auf ihn warten.

Weiterlesen: MASCOTs Landung auf dem Asteroiden - Vorbereitungen, Risiken und letzte Entscheidungen

 

Geschrieben: 30.07.2018
Kategorie: Astronomie

Radioaktive Moleküle in den Überresten einer Sternkollision© ALMA (ESO / NAOJ / NRAO), T. Kamiński; Gemini, NOAO / AURA / NSF; NRAO / AUI / NSF, B. Saxton

Astronomen haben mit ALMA und NOEMA den ersten endgültigen Nachweis eines radioaktiven Moleküls im interstellaren Raum machen können. Der radioaktive Teil des Moleküls ist ein Aluminium-Isotop. Die Beobachtungen zeigen, dass das Isotop nach der Kollision von zwei Sternen, die einen Überrest namens CK Vulpeculae hinterließen, im Weltraum verteilt wurde. Dies ist das erste Mal, dass dieses Element aus einer bekannten Quelle direkt beobachtet wird. Bisherige Identifikationen dieses Isotops stammen aus dem Nachweis von Gammastrahlen, aber ihre genaue Herkunft war unbekannt.

Weiterlesen: Sternleiche enthüllt Herkunft radioaktiver Moleküle

 

Geschrieben: 26.07.2018
Kategorie: Astronomie

Umlaufbahnen von Sternen um das Schwarze Loch im Herzen der Milchstraße© ESO / L. Calçada / spaceengine.org

Zum ersten Mal haben Astronomen die von der Allgemeinen Relativitätstheorie vorhergesagten Effekte für die Umlaufbahn eines Sterns um das zentrale supermassereiche Schwarze Loch unserer Heimatgalaxie eindeutig nachgewiesen. Ihre Messungen fanden während der Annäherung eines bestimmten Sterns an das Schwarze Loch im Mai 2018 statt. Die erforderliche hohe Messgenauigkeit wurde durch das GRAVITY-Instrument am Very Large Telescope der ESO erreicht. Das Instrument nutzt die Welleneigenschaften des Lichts, um die Abstände zwischen Punktquellen mit hoher Genauigkeit zu vermessen.

Weiterlesen: Tests der Vorhersagen der allgemeinen Relativitätstheorie in der Nähe des Schwarzen Lochs im Zentrum der Milchstraße