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Extras zum Podcast "Auf Distanz"

Diese Seiten enthalten Meldungen und Daten aus den Bereichen Astronomie und Raumfahrt.

Zusammengestellt wird dieses Material vom Podcast "Auf Distanz".


Geschrieben: 21.12.2016
Kategorie: Astronomie

Das verschmelzende Galaxiensystem Arp 220 aus Sicht von ALMA und Hubble© ALMA (ESO / NAOJ / NRAO) / NASA / ESA and The Hubble Heritage Team (STScI / AURA)

Dank neuer Empfänger, die an den Antennenschüsseln des Observatoriums angebracht wurden, kann das Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) in Chile jetzt in einem neuen Bereich des elektromagnetischen Spektrums beobachten. Die neuen Empfänger können Radiowellen mit Wellenlängen zwischen 1,4 und 1,8 Millimeter erfassen – ein Bereich, der vorher von ALMA unberührt blieb. Die Aufrüstung ermöglicht es Astronomen, schwache Signale von Wasser im nahen Universum nachzuweisen.

Weiterlesen: Erstes Licht für Band 5 bei ALMA

 

Geschrieben: 15.12.2016
Kategorie: Galileo (Navigationssystem)

Vertragsunterzeichnung zwischen Spaceopal und der GSA© François de Ribaucourt

Am 15. Dezember 2016 hat das europäische Satellitennavigationssystem Galileo einen weiteren Schritt hin zum künftigen Routinebetrieb gemacht. Die European GNSS Agency (GSA) hat im Auftrag der Europäischen Kommission durch durch einen Vertrag, der heute in Brüssel unterschrieben worden ist, den Betrieb von Galileo für die nächsten zehn Jahre an das Münchener Unternehmen Spaceopal übertragen.

Weiterlesen: Spaceopal weitere zehn Jahre für Galileo-Gesamtbetrieb verantwortlich

 

Geschrieben: 15.12.2016
Kategorie: Mission "Dawn"

Krater Occator auf dem Zwergplaneten Ceres© DLR (CC-BY 3.0)

Der Krater Occator auf dem Zwergplaneten Ceres ist ein Hingucker: Mit einem Durchmesser von 92 Kilometern ist er größer als der Krater Tycho auf dem Mond - der selbst von der Erde aus mit dem bloßen Auge als heller Fleck zu erkennen ist. Seine Wände ragen mit bis zu 2000 Metern höher empor als die Eiger-Nordwand in den Berner Alpen. Und seine hellen Flecken im Inneren des Kraters lassen weltweit die Wissenschaftler über ihre Beschaffenheit und ihren Ursprung diskutieren. "Der Einschlag, der diesen Krater entstehen ließ, hat sehr wahrscheinlich eine Verbindung zum tieferen Untergrund geschaffen - und so konnte vermutlich ein Gemisch aus Eis, Schlamm und Salz durch Spalten in der Kruste nach oben steigen", sagt DLR-Planetenforscher Prof. Ralf Jaumann, Mitglied im Kamera-Team der amerikanischen Dawn-Mission. Das helle kalkhaltige Salz an Ceres‘ Oberfläche ist der Rückstand dieses Prozesses. "Es hat also eine Art vulkanischer Tätigkeit stattgefunden - allerdings nicht mit geschmolzenem Gestein, sondern mit einem geschmolzenem Eis-Schlamm-Gemisch." Ein vom DLR-Institut für Planetenforschung erstelltes Video simuliert einen Überflug über den einzigartigen Krater. Vorgestellt wurden die detaillierten Ergebnisse sowie weitere Bilder auf einer Pressekonferenz am 15. Dezember 2016 auf der AGU (American Geophysical Union).

Weiterlesen: Eisiger Vulkan auf Zwergplanet Ceres

 

Geschrieben: 14.12.2016
Kategorie: Missionen der bemannten Raumfahrt

Der deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst© ESA / NASA

Ab dem 14. Dezember 2016 können Teams von Studierenden aller Hochschulen in Deutschland am Wettbewerb "Überflieger" des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) teilnehmen. Dazu können sie bis zum 28. Februar 2017 ihre Ideen für Experimente auf der Internationalen Raumstation ISS beim DLR einreichen. In einem zweistufigen Auswahlprozess werden bis zu drei Teams ausgewählt, die bei der Umsetzung ihrer Experimentidee durch das DLR, die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG) und das US-amerikanische Unternehmen DreamUp unterstützt werden. Die drei Siegerexperimente fliegen 2018 zur ISS und werden so Teil der neuen Mission des deutschen ESA-Astronauten Alexander Gerst.

Weiterlesen: DLR Wettbewerb "Überflieger": Alexander Gerst betreut Studentenexperimente auf der ISS

 

Geschrieben: 14.12.2016
Kategorie: Missionen der bemannten Raumfahrt

Päckchen mit wissenschaftlichem Inhalt: Dosis 3D© DLR / ESA

Von außen sehen die Päckchen unspektakulär aus - aber in ihrem Inneren befinden sich jeweils hunderte von kleinen Detektoren, die in der Internationalen Raumstation ISS die kosmische Strahlung erfassen. Nun hat der europäische Astronaut Thomas Pesquet das mittlerweile zehnte Detektoren-Set für das Experiment DOSIS 3D im Forschungslabor Columbus installiert. An insgesamt elf verschiedenen Orten im Modul zeichnen die Detektoren für sechs Monate die Strahlung auf, bis sie wieder eingesammelt und zur Auswertung auf die Erde transportiert werden.

Weiterlesen: Kosmische Strahlung auf der ISS in 3D

 

Geschrieben: 13.12.2016
Kategorie: Amateurastronomie

Eingeklebtes neues Fadenkreuz© Lars Naber, Auf Distanz

Ein defektes Fadenkreuz im Suchfernrohr und zwei Reparaturversuche

Weiterlesen: Suchfernrohr-Reparatur

 

Geschrieben: 12.12.2016
Kategorie: Astronomie

Nahaufnahme eines Sterns in der Nähe eines Schwarzen Lochs (künstlerische Darstellung)© ESO, ESA / Hubble, M. Kornmesser

Einen außergewöhnlich hellen Lichtpunkt in einer fernen Galaxie hielt man lange für die hellste je beobachtete Supernova. Doch neue Beobachtungen mehrerer Observatorien, darunter auch ESO-Teleskope, ziehen diese Klassifikation des ASASSN-15lh getauften Ereignisses nun in Zweifel. Stattdessen schlägt eine Gruppe von Astronomen, darunter auch Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching, vor, dass die Ursache ein noch extremeres und sehr seltenes Ereignis gewesen sein könnte – ein schnell rotierendes Schwarzes Loch, das einen ihm zu nahe gekommenen Stern zerrissen hat.

Weiterlesen: Rotierendes Schwarzes Loch, das Stern verschluckt, könnte sehr helles Aufleuchten erklären

 

Geschrieben: 09.12.2016
Kategorie: Mission "InSight"

Wärmefluss im Roten Planeten© DLR / NASA / JPL

Gute Nachrichten für den "Maulwurf" HP3 (Heat Flow and Physical Properties Package), den das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) am 5. Mai 2018 mit der amerikanischen Mission InSight für Wärmefluss-Messungen zum Mars schicken wird: Die Landestelle in der Ebene "Elysium Planitia" hat sehr wahrscheinlich einen Wärmefluss, der durchschnittlich und somit repräsentativ für den Mars sein wird.

Weiterlesen: 3D-Simulation hilft dem Mars-Maulwurf

 

Geschrieben: 07.12.2016
Kategorie: Astronomie

Dunkle Materie in der Region der KiDS-Durchmusterung (Region G12)© Kilo-Degree Survey Collaboration / H. Hildebrandt & B. Giblin / ESO

Die Auswertung einer riesigen neuen Galaxien-Durchmusterung deutet darauf hin, dass Dunkle Materie weniger dicht und dafür gleichmäßiger im gesamten Weltraum verteilt sein könnte, als bisher angenommen. Ein internationales Astronomenteam, unter ihnen auch Wissenschaftler vom Argelander-Institut für Astronomie in Bonn, analysierte Daten aus dem Kilo Degree Survey (KiDS), der mit dem VLT Survey Telescope der ESO in Chile durchgeführt wurde, um zu untersuchen, wie das Licht von etwa 15 Millionen entfernten Galaxien auf großen Skalen durch die Gravitationskraft der Materie im Universum beeinflusst wurde. Die Ergebnisse scheinen im Widerspruch zu früheren Ergebnissen des Planck-Satelliten zu stehen.

Weiterlesen: Dunkle Materie könnte gleichmäßiger verteilt sein als erwartet

 

Geschrieben: 05.12.2016
Kategorie: Sonstiges

Krümmung der Oberfläche von flüssigem Wasserstoff im Fallturmexperiment© ZARM

Flüssiger Wasserstoff wird in der Raumfahrt als Treibstoff verwendet. Im Fallturm führt eine Forschungsgruppe des ZARM nun Experimente in der Schwerelosigkeit durch, um mehr über dessen Strömungsverhalten und den Einfluss Raumfahrt-typischer Temperaturbedingungen zu erfahren. Der Umgang mit diesem Treibstoff ist allerdings heikel, da er an der Luft ein explosionsfähiges Gemisch bilden kann und auf eine Temperatur von minus 253 Grad Celsius gekühlt werden muss. Zudem stellen die thermodynamischen wie fluiddynamischen Eigenschaften die Wissenschaftler vor Herausforderungen.

Weiterlesen: Flüssiger Wasserstoff im freien Fall