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Extras zum Podcast "Auf Distanz"

Diese Seiten enthalten Meldungen und Daten aus den Bereichen Astronomie und Raumfahrt. Zusammengestellt wird dieses Material vom Podcast "Auf Distanz". Dieser richtet sich an interessierte Laien und setzt wenige bis keine Grundkenntnisse voraus. Die Episoden erscheinen etwa alle 2 bis 4 Wochen.

Der Podcast hat eine eigene Webseite, zu finden unter der Adresse aufdistanz.de.

Geschrieben: 24.05.2017
Kategorie: Astronomie

Künstlerische Darstellung eines Quasars mit benachbarten verschmelzenden Galaxien© MPIA mit Bildmaterial des NASA/ESA-Weltraumteleskops Hubble

Astronomen haben im frühen Universum eine neue Art von Galaxie entdeckt, die bereits weniger als eine Milliarde nach dem Urknall hundert Mal schneller Sterne bildet als unsere Milchstraße. Das könnte einen früheren Befund erklären: eine Population überraschend massereicher Galaxien 1,5 Milliarden Jahre nach dem Urknall, deren Existenz solche Super-Produktivität voraussetzt. Die Beobachtungen zeigen außerdem das früheste bekannte Beispiel verschmelzender Galaxien. Die Ergebnisse von Roberto Decarli vom Max-Planck-Institut für Astronomie und seinen Kollegen werden am 25. Mai in der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht.

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Geschrieben: 23.05.2017
Kategorie: Astronomie

Sekundärspiegel des ELT erfolgreich gegossen© Schott / ESO

Die Firma Schott in Mainz hat erfolgreich den Guss des Rohlings für den Sekundärspiegel des Extremely Large Telescope (ELT) der ESO abgeschlossen. Der fertiggestellte Spiegel wird einen Durchmesser von 4,20 Metern haben und 3,5 Tonnen wiegen. Er wird der größte jemals an einem Teleskop eingesetzte Sekundärspiegel und gleichzeitig auch der größe konvexe Spiegel sein, der je produziert wurde.

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Geschrieben: 18.05.2017
Kategorie: Astronomie

Künstlerische Darstellung der Gas- und Staubscheibe um das planetenartige Objekt OTS44© Johan Olofsson (U Valparaiso & MPIA)

Erste Radiobeobachtungen des einsamen planetenartigen Objekts OTS44 zeigen eine staubige protoplanetare Scheibe ähnlich der eines jungen Sterns. Das ist unerwartet: Laut den herkömmlichen Modellen sollte ein so massearmes Objekt nicht so entstehen können wie ein Stern, also beim Kollaps einer Gaswolke. Offenbar sind sich Sterne und planetenartige Objekte ähnlicher als bisher angenommen. Das neue Ergebnis einer Gruppe um Amelia Bayo, zu der auch mehrere Astronomen des Max-Planck-Instituts für Astronomie gehören, ist am 18. Mai 2017 in den Astrophysical Journal Letters erschienen.

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Geschrieben: 14.05.2017
Kategorie: Mapheus-Höhenforschungsprogramm

Mapheus-6 im Flug© DLR (CC-BY 3.0)

Sechs Minuten und 19 Sekunden lang schwebten die Experimente an Bord der Forschungsrakete Mapheus-6 in der Schwerelosigkeit, die am 13. Mai 2017 um 11:20 Uhr vom Raketenstartplatz Esrange in Nord-Schweden startete. An Bord: biologische und materialphysikalische Versuche des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Gerade einmal 68 Sekunden nach dem Start waren die richtigen Bedingungen für die Durchführung der Experimente erreicht.

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Geschrieben: 11.05.2017
Kategorie: Astronomie

Künstlerische Darstellung eines Quasars mit einem zentralen Schwarzen Loch© J. Neidel (MPIA)

Quasare sind hell leuchtende, weithin sichtbare kosmische Objekte, in deren Zentren sich supermassereiche Schwarze Löcher befinden. Einfallende Materie erhöht die Masse des Schwarzen Lochs und liefert andererseits die Energie für das Leuchten der Quasare. Jetzt haben Astronomen unter der Leitung von Christina Eilers extrem junge und ungewöhnliche Quasare gefunden. Diese Quasare sammeln erst seit rund 100,000 Jahren Materie, haben aber bereits eine Masse von rund einer Milliarde Sonnenmassen. Herkömmlichen Modellen zufolge hätten die Quasare mindestens tausend Mal länger Materie auf sich ziehen müssen, um diese Masse zu erreichen. Die Ergebnisse sind im Astrophysical Journal erschienen.

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Geschrieben: 03.05.2017
Kategorie: Astronomie

VISTA-Aufnahme der Kleinen Magellanschen Wolke© ESO / VISTA VMC

Selbst mit bloßem Auge ist die Kleine Magellansche Wolke ein markantes Merkmal des südlichen Sternhimmels. Wolken aus interstellarem Staub blockieren jedoch einen Teil des sichtbaren Lichts, sodass nur Infrarot-Teleskope wie VISTA überhaupt eine Chance haben, einen klaren Blick auf das zu erhaschen, was innerhalb dieser kleinen Galaxie verborgen ist. Mit VISTA gelang es Astronomen nun, die unzähligen Sterne in der Nachbargalaxie so klar aufzulösen wie nie zuvor. Herausgekommen ist das größte Infrarotbild, das je von der Kleinen Magellanschen Wolke aufgenommen wurde.

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Geschrieben: 28.04.2017
Kategorie: Astronomie

Schnappschuss einer Supercomputer-Simulation des kosmischen Netzwerks vor 11,5 Milliarden Jahren© J. Onorbe / MPIA

Die Materie im Raum zwischen den Galaxien bildet ein gewaltiges Netzwerk verbundener Filamente. Fast alle Atome im Universum sind Teil dieses kosmischen Netzwerks – die meisten davon direkte Überbleibsel der Urknallphase. Jetzt hat ein Team unter Leitung von Forschern des Max-Planck-Instituts für Astronomie erstmals die Feinstruktur dieses Netzwerks rund 2 Milliarden Jahre nach dem Urknall vermessen: mit einer neuen Methode, die das Netzwerk mithilfe von Paaren sehr heller, nahe beieinander stehender Quasare durchleuchtet. Die Ergebnisse helfen, die sogenannte Reionisierungsära der kosmischen Geschichte zu rekonstruieren. Sie erscheinen am 28. April in der Fachzeitschrift Science.

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Geschrieben: 19.04.2017
Kategorie: Astronomie

Künstlerische Darstellung der Supererde LHS 1140b© ESO / spaceengine.org

Ein Exoplanet, der 40 Lichtjahre von der Erde entfernt einen roten Zwergstern umkreist, könnte in naher Zukunft der beste Ort sein, um außerhalb des Sonnensystems nach Hinweisen auf Leben zu suchen. Die „Supererde“, die den lichtschwachen Stern LHS 1140 in seiner bewohnbaren Zone umkreist, wurde von einem internationalen Astronomenteam mit dem HARPS-Instrument der ESO am La Silla-Observatorium sowie anderen Teleskopen weltweit entdeckt. Der Planet ist etwas größer und deutlich massereicher als die Erde, hat aber wahrscheinlich den größten Teil seiner ursprünglichen Atmosphäre halten können. Das, und die Tatsache, dass er auf seiner Umlaufbahn direkt vor seinem Mutterstern vorbeizieht, machen ihn zu einem der spannendsten Ziele für zukünftige atmosphärische Untersuchungen. Die Ergebnisse erscheinen am 20. April 2017 in der Zeitschrift Nature.

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Geschrieben: 13.04.2017
Kategorie: Sonstige Meldungen

Weltraummüll© TU Braunschweig

Am 15. Februar 2017 hat eine indische Trägerrakete die Rekordanzahl von 104 Satelliten gleichzeitig ins All gebracht - neben einem 714 Kilogramm schweren Erdbeobachtungssatelliten und zwei kleineren Technologieerprobungssatelliten gehörten 101 Kleinsatelliten mit Gewichten zwischen etwa einem und vier Kilogramm zum Gepäck. Was bedeuten Starts solcher Satellitenflotten für die Forschung und den Umgang mit Weltraumrückständen?

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Geschrieben: 13.04.2017
Kategorie: Sonstige Meldungen

Prof. Pascale Ehrenfreund eröffnete die 5. Industrial Days© DLR / Frank Eppler

Der Stellenwert der globalen Vernetzung in der Raumfahrt ist enorm gestiegen. Die immer breitere Digitalisierung und die damit einhergehende stetig wachsende Datenmenge definieren die Anforderungen an den Raumfahrtsektor neu. Pläne für einen langfristigen Ausbau großer Satellitennetzwerke im All als Basis für ein weltweites Kommunikationssystem manifestieren sich zunehmend. Der Betrieb und die Nutzung von Kleinsatellitennetzwerken im Low Earth Orbit (LEO) bietet zukünftig vielfältige kommerzielle Anwendungen wie beispielsweise in der Erdbeobachtung oder im Katastrophenmanagement. Sind unsere Trägersysteme als Basis für den Aufbau der neuen Satelliteninfrastrukturen am besten geeignet? Und welche Anforderungen und technische Konsequenzen an die europäischen Trägersysteme ergeben sich hieraus? Über die Zukunft des europäischen Raumtransports sprachen führende Vertreter aus Raumfahrtagenturen, Industrie und Wissenschaft bei den 5. Industrial Days des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) am Standort Lampoldshausen vom 11. bis 12. April 2017.

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