Logo

Extras zum Podcast "Auf Distanz"

Diese Seiten enthalten Meldungen und Daten aus den Bereichen Astronomie und Raumfahrt. Zusammengestellt wird dieses Material vom Podcast "Auf Distanz". Dieser richtet sich an interessierte Laien und setzt wenige bis keine Grundkenntnisse voraus. Die Episoden erscheinen etwa alle 2 bis 4 Wochen.

Der Podcast hat eine eigene Webseite, zu finden unter der Adresse aufdistanz.de.


Geschrieben: 14.07.2017
Kategorie: Sonstige Missionen

Erfolgreicher Start der beiden Kleinsatelliten in den Weltraum© DLR

Am 14. Juli 2017 sind um 8.36 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ) die beiden deutschen Kleinsatelliten "Flying Laptop" und "TechnoSat" an Bord einer russischen Sojus-Rakete vom Weltraumbahnhof Baikonur erfolgreich gestartet. Die Entwicklung, der Bau und der Start von TechnoSat sowie der Start von Flying Laptop werden vom Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert. Die Forschungssatelliten sollen neue Technologien unter Weltraumbedingungen testen und sind gleichzeitig Ausbildungsmissionen. Denn die Satellitenprojekte wurden von Doktoranden entwickelt, gebaut und für ihren Flug in den Weltraum qualifiziert. Studierende haben dabei in Form von Abschlussarbeiten unterstützt. "Für uns ist die praxisnahe Ausbildung des Ingenieur-Nachwuchses ein wichtiger Teil dieser Kleinsatellitenmissionen. Ein weiterer ist die Technologieerprobung. Viele Hersteller - darunter auch Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU) - möchten ihre Raumfahrttechnologie und Bestandteile für zukünftige Satelliten direkt im Orbit unter Weltraumbedingungen testen. Bis jetzt sind solche Missionen allerdings sehr kostspielig. Kleinsatelliten könnten hier eine Wende bringen", betont Christian Nitzschke, Programmleiter in der Abteilung Technik für Raumfahrtsysteme und Robotik im DLR-Raumfahrtmanagement, der für diese Missionen verantwortlich ist.

Weiterlesen

 

Geschrieben: 12.07.2017
Kategorie: Astronomie

Junge Vulkane auf dem Grund von Coprates Chasma auf dem Mars© NASA / JPL-Caltech / University of Arizona

Eine der auffallendsten Landschaftsformen auf dem Mars ist der riesige Schildvulkan Olympus Mons, der sich bis zu 26 Kilometer über die ihn umgebenden Ebenen erhebt. Er ist Bestandteil der Tharsis-Aufwölbung, einer Vulkanprovinz, die so groß wie ganz Europa ist. Vulkanismus ist ein weit verbreitetes Phänomen auf dem Mars. Am Ostrand von Tharsis nimmt eine zweite geologische Struktur mit gewaltigen Dimensionen ihren Ausgang: Das Talsystem der Valles Marineris, das sich fast 4000 Kilometer entlang des Äquators erstreckt und dessen tektonischen Grabenbrüche bis zu zehn Kilometer tief sind. Seit Jahrzehnten rätseln die Wissenschaftler, ob Vulkanismus auch im Inneren der Valles Marineris tätig war. Nun haben vier Wissenschaftler, darunter Ernst Hauber vom DLR-Institut für Planetenforschung, ein Gebiet mit 130 kleinen Vulkanen auf dem Grund der Valles Marineris entdeckt.

Weiterlesen

 

Geschrieben: 11.07.2017
Kategorie: Astronomie

Australien unterzeichnet Vereinbarung mit ESO© Australian Government

In feierlichem Rahmen wurde heute in Canberra in Australien eine Vereinbarung über den Beginn einer auf zehn Jahre ausgelegten strategischen Kooperation zwischen der ESO und Australien unterzeichnet. Die Kooperation soll die ESO-Programme sowohl wissenschaftlich als auch technisch stärken und australischen Astronomen sowie der australischen Industrie Zugang zum La Silla-Paranal-Observatorium bieten. Die Vereinbarung könnte der erste Schritt zu einer Vollmitgliedschaft Australiens in der ESO sein.

Weiterlesen

 

Geschrieben: 06.07.2017
Kategorie: Astronomie

Planet HIP 65426b© Chauvin et al. / SPHERE

Astronomen haben einen seltenen warmen, massereichen jupiterartigen Planeten entdeckt, der einen extrem schnell rotierenden Stern umkreist. Die Entdeckung wirft Fragen zur Entstehung von Planeten im allgemeinen auf – weder seine vergleichsweise geringe Masse noch seine große Entfernung vom Stern entspricht den Erwartungen der Modelle zur Planetenentstehung. Nur für einen Bruchteil der bekannten Planeten um andere Sterne gibt es überhaupt wie hier direkte Abbildungen. Die Beobachtungen wurden mit dem Instrument SPHERE am Very Large Telescope der ESO durchgeführt. Die Ergebnisse werden jetzt in der Fachzeitschrift Astronomy & Astrophysics veröffentlicht.

Weiterlesen

 

Geschrieben: 05.07.2017
Kategorie: Astronomie

Die bezaubernde Galaxie Messier 77© ESO

Eine eindrucksvolle Aufnahme, die die Balkenspiralgalaxie Messier 77 von oben zeigt, offenbart die Schönheit der Galaxie mit ihren funkelnden Armen, die von Staubstrukturen durchzogen sind. Das mit dem Very Large Telescope (VLT) der ESO aufgenommene Bild täuscht jedoch darüber hinweg, wie turbulent es in Messier 77 zugeht.

Weiterlesen

 

Geschrieben: 04.07.2017
Kategorie: Sonstige Missionen

Den Lander im Blick© DLR (CC-BY 3.0)

Es sieht ganz einfach aus: Der Rover fährt zielstrebig zur Landefähre, entnimmt dort mit einem Greifarm eine Sensorbox aus der Ladebucht und bringt diese zügig zum vereinbarten Ablage-Ort. Dort beginnen dann die seismischen Messungen. Alles läuft dabei ohne menschliches Eingreifen ab, denn Rover, Lander und Sensorbox arbeiten autonom und effektiv ihren Auftrag ab. Dahinter steckt jedoch die Arbeit von fünf Jahren, in denen das Team der Helmholtz-Allianz ROBEX (Robotische Exploration unter Extrembedingungen) intensiv daran gearbeitet hat, die Vision der autonomen Planetenerkundung Wirklichkeit werden zu lassen. Auf dem sizilianischen Vulkan Ätna ist dies nun in der mondähnlichen Lava-Landschaft gelungen: "Wir konnten unter Beweis stellen, dass diese Technologien auch für zukünftige Explorationsmissionen eingesetzt werden können", sagt der stellvertretende Sprecher der ROBEX-Allianz, Dr. Armin Wedler vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Weiterlesen

 

Geschrieben: 28.06.2017
Kategorie: Sonstige Meldungen

Schubkammer – Herz des Vinci-Triebwerks© ArianeGroupHolding 2017

Ohne Raketen keine Raumfahrt. So einfach ist die Gleichung für alle Weltraumaktivitäten. Trägersysteme verbinden die Erde mit dem All. Sie bringen Mensch und Material in den Weltraum, Forschungs- und kommerzielle Satelliten auf ihre Umlaufbahnen. Nur mit Raketen lässt sich das Universum wissenschaftlich erforschen und wirtschaftlich erschließen. Um im heutigen Wettbewerb bestehen zu können, muss auch der Zugang zum Weltraum ökonomisch sein. "Europas Antwort auf diese Herausforderung ist die neue Ariane-6-Rakete mit ihrem innovativen, kostengünstigen und wiederzündbaren Vinci-Oberstufentriebwerk der nächsten Generation. Die Schubkammer, das "Herz" des Triebwerkes, und andere wichtige Teile kommen aus Deutschland. Dies ist das Ergebnis europaweit einzigartiger Kompetenzen und Fähigkeiten, die auch durch die Förderung durch das Raumfahrtmanagement im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) aufgebaut werden konnten", betonte Dr. Gerd Gruppe, DLR-Vorstand zuständig für das Raumfahrtmanagement. Die Produktion bei ArianeGroup in Ottobrunn ist nun am 28. Juni 2017 angelaufen - ein wichtiger Meilenstein für Europas Tor zum Weltraum.

Weiterlesen

 

Geschrieben: 28.06.2017
Kategorie: Sonstige Missionen

Darstellung Heinrich Hertz-Satellit© OHB System AG

Die deutsche Satellitenkommunikations-Mission "Heinrich Hertz" erreicht nun ihre finale Phase: Am 28. Juni 2017 unterzeichneten Dr. Gerd Gruppe, Vorstand für das Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und Marco Fuchs, Vorstandsvorsitzender der Firma OHB System AG, den Vertrag über Herstellung, Test und Start des nationalen Satelliten. "Wenn die Mission "Heinrich Hertz" im Jahr 2021 startet, wird sie den Grundstein legen für die Sicherung der Zukunft der Satellitenkommunikation", betont Dr. Gruppe.

Weiterlesen

 

Geschrieben: 23.06.2017
Kategorie: SOFIA (Fliegende Sternwarte)

Landung von SOFIA am Flughafen Christchurch© DLR (CC-BY 3.0)

Kia Ora - so begrüßen die Māori, das indigene Volk Neuseelands, traditionell ihre Gäste. Am 23. Juni 2017 um 1.05 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit (11.05 Uhr Ortszeit) war es wieder einmal Zeit für diese Grußformel, denn ein ganz besonderer Ankömmling ist am "anderen Ende der Welt" auf dem Flughafen Christchurch gelandet: Die fliegende Sternwarte SOFIA des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der US-amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA wird zum vierten Mal über mehrere Wochen - bis zum 10. August 2017 - in 25 Beobachtungsflügen den Südhimmel ins Visier nehmen. Bereits am 26. Juni wird das Stratosphären-Observatorium für Infrarot-Astronomie - kurz SOFIA - zum ersten Wissenschaftsflug der diesjährigen Kampagne starten.

Weiterlesen

 

Geschrieben: 22.06.2017
Kategorie: Missionen "LISA Pathfinder" und "LISA"

Die geplante LISA-Mission wird Gravitationswellen im Weltall messen.© AEI / MM / exozet; GW-Simulation: NASA / C. Henze

In einer Sitzung am 20. Juni 2017 hat das Science Programme Committee der ESA den weltraumbasierten Gravitationswellen-Detektor „Laser Interferometer Space Antenna“ (LISA) als dritte große (L3) Mission im Cosmic-Vision-Plan der ESA ausgewählt. LISA wird aus drei Satelliten im Abstand von Millionen Kilometern bestehen. Diese vermessen ihre gegenseitigen Abstände hochpräzise mit Laserlicht, um im Weltraum Gravitationswellen nachzuweisen. Forschende am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik Hannover und am Institut für Gravitationsphysik der Leibniz Universität Hannover sind führende Mitglieder des internationalen LISA-Konsortiums. LISA wird irdische Gravitationswellen-Detektoren durch die Beobachtung der Raumzeitkräuselungen bei niedrigen Frequenzen ergänzen. Diese entstehen beispielsweise bei der Verschmelzung extrem massereicher Schwarzer Löcher und in Doppelsternsystemen. Nach der Auswahl am 20. Juni werden nun Design und Kostenberechnung der Mission abgeschlossen. Danach wird die Mission zur „Annahme“ durch die ESA vorgeschlagen, gefolgt von der Konstruktion der Satelliten. Der Start der Mission ist für 2034 geplant.

Weiterlesen