Logo

Extras zum Podcast "Auf Distanz"

Diese Seiten enthalten Meldungen und Daten aus den Bereichen Astronomie und Raumfahrt. Zusammengestellt wird dieses Material vom Podcast "Auf Distanz". Dieser richtet sich an interessierte Laien und setzt wenige bis keine Grundkenntnisse voraus. Die Episoden erscheinen etwa alle 2 bis 4 Wochen.

Der Podcast hat eine eigene Webseite, zu finden unter der Adresse aufdistanz.de.

Geschrieben: 11.05.2017
Kategorie: Astronomie

Künstlerische Darstellung eines Quasars mit einem zentralen Schwarzen Loch© J. Neidel (MPIA)

Quasare sind hell leuchtende, weithin sichtbare kosmische Objekte, in deren Zentren sich supermassereiche Schwarze Löcher befinden. Einfallende Materie erhöht die Masse des Schwarzen Lochs und liefert andererseits die Energie für das Leuchten der Quasare. Jetzt haben Astronomen unter der Leitung von Christina Eilers extrem junge und ungewöhnliche Quasare gefunden. Diese Quasare sammeln erst seit rund 100,000 Jahren Materie, haben aber bereits eine Masse von rund einer Milliarde Sonnenmassen. Herkömmlichen Modellen zufolge hätten die Quasare mindestens tausend Mal länger Materie auf sich ziehen müssen, um diese Masse zu erreichen. Die Ergebnisse sind im Astrophysical Journal erschienen.

Weiterlesen

 

Geschrieben: 03.05.2017
Kategorie: Astronomie

VISTA-Aufnahme der Kleinen Magellanschen Wolke© ESO / VISTA VMC

Selbst mit bloßem Auge ist die Kleine Magellansche Wolke ein markantes Merkmal des südlichen Sternhimmels. Wolken aus interstellarem Staub blockieren jedoch einen Teil des sichtbaren Lichts, sodass nur Infrarot-Teleskope wie VISTA überhaupt eine Chance haben, einen klaren Blick auf das zu erhaschen, was innerhalb dieser kleinen Galaxie verborgen ist. Mit VISTA gelang es Astronomen nun, die unzähligen Sterne in der Nachbargalaxie so klar aufzulösen wie nie zuvor. Herausgekommen ist das größte Infrarotbild, das je von der Kleinen Magellanschen Wolke aufgenommen wurde.

Weiterlesen

 

Geschrieben: 28.04.2017
Kategorie: Astronomie

Schnappschuss einer Supercomputer-Simulation des kosmischen Netzwerks vor 11,5 Milliarden Jahren© J. Onorbe / MPIA

Die Materie im Raum zwischen den Galaxien bildet ein gewaltiges Netzwerk verbundener Filamente. Fast alle Atome im Universum sind Teil dieses kosmischen Netzwerks – die meisten davon direkte Überbleibsel der Urknallphase. Jetzt hat ein Team unter Leitung von Forschern des Max-Planck-Instituts für Astronomie erstmals die Feinstruktur dieses Netzwerks rund 2 Milliarden Jahre nach dem Urknall vermessen: mit einer neuen Methode, die das Netzwerk mithilfe von Paaren sehr heller, nahe beieinander stehender Quasare durchleuchtet. Die Ergebnisse helfen, die sogenannte Reionisierungsära der kosmischen Geschichte zu rekonstruieren. Sie erscheinen am 28. April in der Fachzeitschrift Science.

Weiterlesen

 

Geschrieben: 19.04.2017
Kategorie: Astronomie

Künstlerische Darstellung der Supererde LHS 1140b© ESO / spaceengine.org

Ein Exoplanet, der 40 Lichtjahre von der Erde entfernt einen roten Zwergstern umkreist, könnte in naher Zukunft der beste Ort sein, um außerhalb des Sonnensystems nach Hinweisen auf Leben zu suchen. Die „Supererde“, die den lichtschwachen Stern LHS 1140 in seiner bewohnbaren Zone umkreist, wurde von einem internationalen Astronomenteam mit dem HARPS-Instrument der ESO am La Silla-Observatorium sowie anderen Teleskopen weltweit entdeckt. Der Planet ist etwas größer und deutlich massereicher als die Erde, hat aber wahrscheinlich den größten Teil seiner ursprünglichen Atmosphäre halten können. Das, und die Tatsache, dass er auf seiner Umlaufbahn direkt vor seinem Mutterstern vorbeizieht, machen ihn zu einem der spannendsten Ziele für zukünftige atmosphärische Untersuchungen. Die Ergebnisse erscheinen am 20. April 2017 in der Zeitschrift Nature.

Weiterlesen

 

Geschrieben: 13.04.2017
Kategorie: Sonstige Meldungen

Weltraummüll© TU Braunschweig

Am 15. Februar 2017 hat eine indische Trägerrakete die Rekordanzahl von 104 Satelliten gleichzeitig ins All gebracht - neben einem 714 Kilogramm schweren Erdbeobachtungssatelliten und zwei kleineren Technologieerprobungssatelliten gehörten 101 Kleinsatelliten mit Gewichten zwischen etwa einem und vier Kilogramm zum Gepäck. Was bedeuten Starts solcher Satellitenflotten für die Forschung und den Umgang mit Weltraumrückständen?

Weiterlesen

 

Geschrieben: 13.04.2017
Kategorie: Sonstige Meldungen

Prof. Pascale Ehrenfreund eröffnete die 5. Industrial Days© DLR / Frank Eppler

Der Stellenwert der globalen Vernetzung in der Raumfahrt ist enorm gestiegen. Die immer breitere Digitalisierung und die damit einhergehende stetig wachsende Datenmenge definieren die Anforderungen an den Raumfahrtsektor neu. Pläne für einen langfristigen Ausbau großer Satellitennetzwerke im All als Basis für ein weltweites Kommunikationssystem manifestieren sich zunehmend. Der Betrieb und die Nutzung von Kleinsatellitennetzwerken im Low Earth Orbit (LEO) bietet zukünftig vielfältige kommerzielle Anwendungen wie beispielsweise in der Erdbeobachtung oder im Katastrophenmanagement. Sind unsere Trägersysteme als Basis für den Aufbau der neuen Satelliteninfrastrukturen am besten geeignet? Und welche Anforderungen und technische Konsequenzen an die europäischen Trägersysteme ergeben sich hieraus? Über die Zukunft des europäischen Raumtransports sprachen führende Vertreter aus Raumfahrtagenturen, Industrie und Wissenschaft bei den 5. Industrial Days des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) am Standort Lampoldshausen vom 11. bis 12. April 2017.

Weiterlesen

 

Geschrieben: 07.04.2017
Kategorie: Astronomie

Künstlerische Darstellung des Exoplaneten GJ 1132b© MPIA-Grafikabteilung / Vanessa Ch. Quetz

Astronomen haben eine Atmosphäre nachgewiesen, welche die “Supererde” GJ 1132b umgibt. Es handelt sich um den ersten Nachweis einer Atmosphäre bei Planeten dieser Art – einer Supererde mit vergleichsweise niedriger, erdähnlicher Masse – und damit um einen wichtigen Schritt hin zum Nachweis von Leben auf Exoplaneten. Das Astronomenteam, zu dem auch Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Astronomie gehören, nutzte das 2,2-Meter-ESO/MPG-Teleskop in Chile um Bilder vom zugehörigen Stern GJ 1132 aufzunehmen und die winzigen Helligkeitsminderungen nachzuweisen die auftreten, wenn der Stern samt Atmosphäre direkt vor seinem Heimatstern vorbeizieht.

Weiterlesen

 

Geschrieben: 07.04.2017
Kategorie: Astronomie

ALMA beobachtet Sternenexplosion im Sternbild Orion© ALMA (ESO / NAOJ / NRAO), J. Bally / H. Drass et al.

Mit Sternexplosionen verbindet man in der Regel Supernovae, die spektakulären Explosionen am Lebensende von Sternen. Neue Beobachtungen mit ALMA geben nun jedoch Einblicke in Explosionen, die zu Beginn des Lebenszyklus eines Sterns stattfinden. Astronomen gelangen die einzigartigen Aufnahmen, als sie die feuerwerksähnlichen Überreste der Geburt mehrerer massereicher Sterne untersuchten, und konnten damit zeigen, dass nicht nur der Tod von Sternen, sondern auch ihre Entstehung ein brutaler und explosiver Prozess sein kann.

Weiterlesen

 

Geschrieben: 28.03.2017
Kategorie: Sonstige Meldungen

5. Nationale Konferenz Satellitenkommunikation in Deutschland© DLR (CC-BY 3.0)

Unsere Informationsgesellschaft steht vor einer Herausforderung: Stetig wachsende Datenmengen müssen immer schneller weltweit übertragen werden, damit wir von den technischen Errungenschaften unserer Zeit profitieren können. "Satelliten liefern uns Zugriff auf immer schnelleres Internet mit extrem hohen Datenraten. Kommunikationstechnik steuert Industrie 4.0, Big Data und die Mobilität der Zukunft. Doch auch Meteorologen, Behörden und Katastrophenschützer sind auf Wetter-, Klima- und Erdbeobachtungsdaten aus dem All angewiesen. Ohne Kommunikationssatelliten wäre dies nicht möglich", fasst Dr. Gerd Gruppe, Vorstand des Raumfahrtmanagements im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), die Bedeutung der Satellitenkommunikation zusammen. Doch wie können diese Datenmengen auch in Zukunft sicher rund um den Globus transportiert werden? Diese und weitere Fragen stellen sich die mehr als 300 Teilnehmer der 5. Nationalen Konferenz Satellitenkommunikation in Deutschland.

Weiterlesen

 

Geschrieben: 27.03.2017
Kategorie: Astronomie

Künstlerische Darstellung von Sternen, die in Winden supermassereicher Schwarzer Löcher entstehen© ESO / M. Kornmesser

Zum ersten Mal ist es Forschern gelungen nachzuweisen, dass in den starken Materiewinden, die aus supermassereichen Schwarzen Löchern in Galaxienkernen stammen, Sterne entstehen können. Für unser Verständnis von Galaxieneigenschaften und -entwicklung hat die Entdeckung, die mit dem Very Large Telescope der ESO gelang, weitreichende Folgen. Die Ergebnisse werden in der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht.

Weiterlesen

 

Suche


Podcast abonnieren