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Kategorie: Astronomie

Diese Kategorie enthält 161 Beiträge auf 17 Seiten.

Geschrieben: 09.01.2018
Kategorie: Astronomie

Erste ELT-Hauptspiegelsegmente erfolgreich gegossen© SCHOTT / ESO

Die deutsche Firma SCHOTT in Mainz hat ersten sechs hexagonalen Segmente für den Hauptspiegel des Extremely Large Telescope (ELT) der ESO erfolgreich gegossen. Diese Segmente werden Teil des 39 Meter durchmessenden Hauptspiegels des ELT sein, der nach Fertigstellung insgesamt 798 Segmente umfassen wird. Das ELT wird das größte optische Teleskop der Welt sein, wenn es 2024 in Betrieb geht.

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Geschrieben: 03.01.2018
Kategorie: Astronomie

Vier Galaxien aus der CALIFA-Durchmusterung© CALIFA-Team / L. Zhu (MPIA)

Sternbewegungen in einer Galaxie sind wie ein Geschichtsbuch, das dokumentiert, wie sich die Galaxie im Laufe der Zeit entwickelt hat. Jetzt hat eine Gruppe von Astronomen die erste repräsentative Bibliothek solcher Galaxien-Geschichtsbücher zusammengestellt. Die dafür ausgewerteten Daten zeigen die Vielfalt der Entwicklungsgeschichten der untersuchten 300 Galaxien. Damit können Astronomen, die Simulationen der kosmische Geschichte durchführen, ihre Simulationen nun mit einer großen Anzahl systematischer Beobachtungen vergleichen. Die Ergebnisse wurden am 1. Januar 2018 in der Zeitschrift Nature Astronomy veröffentlicht.

Weiterlesen: Sternbewegungen liefern Bibliothek von Galaxien-Geschichtsbüchern

 

Geschrieben: 01.01.2018
Kategorie: Astronomie

Galaxie NGC 660© ESA / Hubble & NASA

Astronomen haben den ersten direkten Beobachtungsnachweis für einen Zusammenhang zwischen den zentralen Schwarzen Löchern und den Sternentstehungsraten von Galaxien gefunden. Dazu nutzten sie eine Durchmusterung, die für zahlreiche Galaxien die Massen der supermassereichen Schwarzen Löcher im Zentrum bestimmt hatte. Aus den Galaxienspektren konnten sie rekonstruieren, wann dort wie viele Sterne entstanden waren. Die Masse des Schwarzen Lochs und die Sternentstehungsrate waren miteinander verknüpft – ein seit längerem vermuteter Zusammenhang, demzufolge Schwarze Löcher die Sternentstehung um sich herum behindern können. Die Ergebnisse erschienen jetzt in der Fachzeitschrift Nature.

Weiterlesen: Schwarze Löcher beeinflussen die Sternentstehung

 

Geschrieben: 20.12.2017
Kategorie: Astronomie

Die Oberfläche des Roten Riesen π1 Gruis, aufgenommen mit PIONIER am VLT© ESO

Zum ersten Mal konnten Granulationsstrukturen auf der Oberfläche eines Sterns außerhalb des Sonnensystems direkt beobachtet werden – auf dem alternden Roten Riesenstern π1 Gruis. Das beeindruckende neue Bild, das mit dem PIONIER-Instrument am Very Large Telescope der ESO aufgenommen wurde, zeigt Konvektionszellen, die die Oberfläche des riesigen Sterns bilden. π1 Gruis besitzt den etwa 350-fachen Durchmesser der Sonne. Jede Zelle bedeckt mehr als ein Viertel des Durchmessers des Sterns und ist etwa 120 Millionen Kilometer groß. Die neuen Ergebnisse erscheinen diese Woche in der Zeitschrift Nature.

Weiterlesen: Riesige Blasen auf der Oberfläche eines Roten Riesen

 

Geschrieben: 13.12.2017
Kategorie: Astronomie

Eine blühende Sternentstehungsregion© ESO / M. Kornmesser

Der OmegaCAM-Kamera am VLT Survey Telescope der ESO ist eine funkelnde Aufnahme der Sternentstehungsregion Sharpless 29 gelungen. In der riesigen Aufnahme können viele astronomische Phänomene beobachtet werden: kosmischer Staub und Gaswolken, die das Licht heißer junger Sterne im Nebel reflektieren, absorbieren und wieder abstrahlen.

Weiterlesen: Eine blühende Sternentstehungsregion

 

Geschrieben: 07.12.2017
Kategorie: Astronomie

Daten der ersten Beobachtungen von ESPRESSO© ESO / ESPRESSO team

Der Echelle SPectrograph for Rocky Exoplanet and Stable Spectroscopic Observations (ESPRESSO) hat erfolgreich seine ersten Beobachtungen absolviert. Das Instrument ist am Very Large Telescope (VLT) der ESO in Chile installiert und soll mit noch nie dagewesener Präzision nach Exoplaneten suchen, indem es nach winzigen Veränderungen im Licht der Muttersterne sucht. Zum ersten Mal überhaupt wird ein Instrument in der Lage sein, das Licht aus allen vier VLT-Teleskopen zusammenzuführen und damit die Lichtsammelleistung eines 16-Meter-Teleskops zu erreichen.

Weiterlesen: Erstes Licht für ESPRESSO — den Planetenjäger der nächsten Generation

 

Geschrieben: 06.12.2017
Kategorie: Astronomie

Künstlerische Darstellung eines Quasars© Carnegie Institution for Science

Astronomen haben den entferntesten bekannten Quasar entdeckt – so weit von uns entfernt, dass sein Licht mehr als 13 Milliarden Jahre brauchte, um uns zu erreichen. Wir sehen diesen Quasar so, wie er 690 Millionen Jahre nach dem Urknall war, und sein Licht liefert wertvolle Informationen über die frühe Geschichte des Universums. Im Zentrum des Quasars befindet sich ein supermassereiches Schwarzes Loch mit einer Masse von fast 1 Milliarde Sonnenmassen. Die Wirtsgalaxie des Quasars enthält bereits große Mengen an Gas und Staub – eine Herausforderung für die gängigen Modelle der Galaxienentwicklung. Die Ergebnisse wurden nun in Nature und in den Astrophysical Journal Letters veröffentlicht.

Weiterlesen: Das fernste Schwarze Loch im Kosmos: Quasar in Entfernung von 13 Milliarden Lichtjahren entdeckt

 

Geschrieben: 29.11.2017
Kategorie: Astronomie

Künstlerische Darstellung von TRAPPIST 1d (rechts) und seinem Stern (links)© MPIA-Grafikabteilung

Simulationen zeigen, dass die Suche nach Leben auf anderen Planeten schwieriger sein dürfte als bisher angenommen: Auf Planeten wie Proxima b oder TRAPPIST-1d könnten ungewöhnliche Strömungsmuster das atmosphärische Ozon vor Teleskopbeobachtungen verbergen. Ozon, ein aus drei Sauerstoffatomen bestehendes Molekül, wird als eine der möglichen Spuren von Leben auf einem anderen Planeten gesehen, die sich aus der Ferne nachweisen lassen.  Die Simulationen unter der Leitung von Ludmila Carone vom Max-Planck-Institut für Astronomie haben daher Konsequenzen dafür, wie sich am besten nach (sauerstofferzeugendem) Leben wie Bakterien oder Pflanzen auf Exoplaneten suchen lässt.

Weiterlesen: Die Äquator-Falle: Warum die Suche nach Leben auf anderen Planeten schwieriger sein dürfte als gedacht

 

Geschrieben: 29.11.2017
Kategorie: Astronomie

Das Hubble Ultra Deep Field aus Sicht von MUSE© ESO / MUSE HUDF collaboration

Astronomen haben mit dem MUSE-Instrument am Very Large Telescope der ESO in Chile die bisher tiefste spektroskopische Durchmusterung durchgeführt. Sie konzentrierten sich dabei auf das Hubble Ultra Deep Field, in dem sie Entfernungen und Eigenschaften von 1600 sehr lichtschwachen Galaxien gemessen haben. Dazu zählen auch 72 Galaxien, die nie zuvor beobachtet worden waren, auch mit dem Hubble-Weltraumteleskop nicht. Dieser bahnbrechende Datensatz hat bereits zu 10 wissenschaftlichen Fachartikeln geführt, die in einer Sonderausgabe von Astronomy & Astrophysics veröffentlicht werden. Diese Fülle an neuen Informationen gibt Astronomen einen Einblick in die Sternentstehung im frühen Universum und ermöglicht ihnen, die Bewegungen und andere Eigenschaften früher Galaxien zu untersuchen — was nur durch die einzigartigen spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE möglich war.

Weiterlesen: MUSE taucht in bisher unbekannte Tiefen des Hubble Ultra Deep Field

 

Geschrieben: 22.11.2017
Kategorie: Astronomie

Symbolbild der Haupt-Forschungsgebiete von SDSS-V© SDSS

Der Sloan Digital Sky Survey V (SDSS-V), die erste Durchmusterung des ganzen Himmels mit Spektren, ist mit einer Förderzusage der Alfred P. Sloan Foundation auf den Weg gebracht worden. Die Beobachtungen sollen im Jahr 2020 beginnen. Die Durchmusterung wird von Juna Kollmeier vom Carnegie Institute for Science geleitet, mit Hans-Walter Rix vom Max-Planck-Institut für Astronomie als Projektwissenschaftler. SDSS-V wird die erste Durchmusterung sein, bei der Spektren von Himmelsobjekten am gesamten Himmel aufgenommen werden – und das sogar wiederholt, um Objekte zu verstehen, die sich verändern.

Weiterlesen: Neue astronomische Durchmusterung erfasst den gesamten Himmel