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Kategorie: Astronomie

Diese Kategorie enthält 161 Beiträge auf 17 Seiten.

Geschrieben: 04.12.2016
Kategorie: Astronomie

Die Polarisation des Lichts, das von einem Neutronenstern emittiert wird© ESO / L. Calçada

Astronomen haben im Licht, das von einem ungewöhnlich dichten und stark magnetisierten Neutronenstern emittiert wird, möglicherweise die ersten Hinweise auf einen seltsamen Quanteneffekt gefunden, der in den 1930er Jahren zum ersten Mal vorhergesagt wurde. Die Polarisation des Lichts, das sie mit dem Very Large Telescope der ESO beobachteten, legt nahe, dass der leere Raum um den Neutronenstern einem Quanteneffekt unterliegt, den man als Vakuumdoppelbrechung bezeichnet.

Weiterlesen: Erste Hinweise auf merkwürdige Quanteneigenschaften des leeren Raums gefunden?

 

Geschrieben: 09.11.2016
Kategorie: Astronomie

Mit SPHERE beobachtete protoplanetare Scheiben© ESO

Bis heute ist noch nicht vollständig geklärt, welchen Einfluss Planeten auf die Form der Scheiben um junge Sterne haben können, in denen sie selbst entstehen. Mit dem SPHERE-Instrument am Very Large Telescope der ESO konnten nun auffällige Merkmale in solchen Scheiben im Detail beobachtet und deren komplexen Dynamiken untersucht werden – im Fall eines jungen Sonnensystems konnte dessen Entwicklung sogar in Echtzeit beobachtet werden. Die jüngst veröffentlichten Ergebnisse dreier Astronomenteams zeigen, dass SPHERE für solche Beobachtungen prädestiniert ist – und dass durch diese Beobachtungen deutlich wird, in welch komplexen Umgebungen neue Welten entstehen. An den Untersuchungen waren auch Forscher vom Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg beteiligt.

Weiterlesen: Wie Sonnensysteme entstehen

 

Geschrieben: 02.11.2016
Kategorie: Astronomie

Region R44 im Carinanebel© ESO / A. McLeod

Riesige säulenartige Strukturen konnte ein internationales Astronomenteam, darunter auch Wissenschaftler aus Garching, München und Heidelberg, innerhalb des Carinanebels beobachten. Eine Analyse zeigte, dass es sich – im Gegensatz zu den bekannten und ähnlich geschaffenen Säulen der Schöpfung im Adlernebel – eher um Säulen der Zerstörung handelt. Die eindrucksvollen Bilder entstanden mit dem MUSE-Instrument am Very Large Telescope der ESO.

Weiterlesen: Säulen der Zerstörung

 

Geschrieben: 27.10.2016
Kategorie: Astronomie

Helle Halos um ferne Quasare© ESO / Borisova et al

Ein internationales Astronomenteam mit Beteiligung des Leibniz-Instituts für Astrophysik in Potsdam hat leuchtende Gaswolken um ferne Quasare entdeckt. Die mit dem MUSE-Instrument am Very Large Telescope der ESO durchgeführten Beobachten deuten darauf hin, dass Halos um solche Quasare weitaus häufiger vorkommen als bisher vermutet. Doch auch die Eigenschaften der überraschend gefundenen Halos stehen in deutlichem Widerspruch zu derzeit geläufigen Theorien zur Galaxienentstehung im frühen Universum.

Weiterlesen: Das VLT entdeckt unerwarteterweise riesige leuchtende Halos um ferne Quasare

 

Geschrieben: 20.10.2016
Kategorie: Astronomie

Detaillierter Blick auf Eta Carinae© ESO / G. Weigelt

Niemals zuvor konnte das Sternsystem Eta Carinae so detailreich aufgenommen werden, wie es nun einem internationalen Forscherteam mit starker Beteiligung vom Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie gelang. Bei ihren Beobachtungen kamen neue Strukturen innerhalb des Doppelsternsystems zutage, die die Wissenschaftler nicht erwartet hätten, insbesondere im Bereich zwischen beiden Sternen, in denen die Winde beider Sterne mit hoher Geschwindigkeit aufeinanderprallen. Diese Entdeckung könnte neue Einblicke in das rätselhafte Sternsystem liefern und damit auch zu einem besseren Verständnis der Entwicklung besonders massereicher Sterne führen. Die Beobachtungen wurden mit dem Very Large Telescope Interferometer durchgeführt.

Weiterlesen: Hochauflösende Aufnahme von Eta Carinae gelungen

 

Geschrieben: 12.10.2016
Kategorie: Astronomie

Veränderliche Sterne nahe des galaktischen Zentrums© ESO / VVV Survey / D. Minniti

Im Zentrum der Milchstraße wurden zum ersten Mal sehr alte Sterne des Typs RR Lyrae entdeckt. Solche Sterne sind typischerweise in alten Sternenpopulationen zu finden, die bereits über 10 Milliarden Jahre alt sind. Ihre Entdeckung, gelungen mit dem VISTA-Infrarot-Teleskop der ESO, legt nahe, dass die Verdickung im Zentrum der Milchstraße wahrscheinlich durch die Verschmelzung von Ur-Sternhaufen entstanden ist. Diese Sterne könnten sogar die Überreste der massereichsten und ältesten überlebenden Sternhaufen in der gesamten Milchstraße darstellen.

Weiterlesen: Wie das Herz der Milchstraße vor Urzeiten entstand

 

Geschrieben: 05.10.2016
Kategorie: Astronomie

VISTA beobachtet Messier 78© ESO

Junge Sterne lassen den Nebel Messier 78 in diesem neuen Bild in bläulichem Licht erscheinen, während rote neugeborene Sterne aus ihrem Kokon aus kosmischem Staub hervorschauen. Für unsere Augen wären die meisten dieser Sterne hinter Staub versteckt, aber das Visibile and Infrared Survey Telescope for Astronomy (VISTA) der ESO kann auch nahinfrarotes Licht beobachten, das vom Staub nicht absorbiert wird. Damit ermöglicht das Teleskop Astronomen, die stellaren Bedingungen in dieser Region genauer unter die Lupe zu nehmen.

Weiterlesen: VISTA bringt hinter Staub versteckte Sterne zum Vorschein

 

Geschrieben: 29.09.2016
Kategorie: Astronomie

Künstlerische Darstellung des heißen molekularen Kerns, der in der Großen Magellanschen Wolke entdeckt wurde© FRIS / Tohoku University

Ein japanisches Team hat erstmals einen heißen molekularen Kern außerhalb der Milchstraße entdeckt. Die heiße und dichte Ansammlung komplexer Moleküle, die einen neugeborenen Stern umgibt und mit ALMA ausfindig gemacht werden konnte, besitzt eine völlig andere molekulare Zusammensetzung als ähnliche Objekte in unserer Galaxis – ein vielversprechender Hinweis darauf, dass die Chemie in unserem Universum unterschiedlicher sein könnte als bisher angenommen.

Weiterlesen: ALMA entdeckt stellaren Kokon mit seltsamer chemischer Zusammensetzung

 

Geschrieben: 23.09.2016
Kategorie: Astronomie

ALMA erforscht das Hubble Ultra Deep Field© ALMA (ESO / NAOJ / NRAO) / NASA / ESA / J. Dunlop et al. and S. Beckwith (STScI) and the HUDF Team

Bevor das Hubble Ultra Deep Field (HUDF) im Jahr 2004 wegen seines Galaxienreichtums weltberühmt wurde, schien diese dunkle Ecke des Universums auf den ersten Blick eher unauffällig zu sein. Nun hat ein internationales Astronomenteam mit dem Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) diese Region im Mikrowellenbereich noch genauer unter die Lupe genommen als jede andere Beobachtungskampagne zuvor. Die Forscher, unter ihnen auch Wissenschaftler aus Heidelberg, Bonn und Garching, konnten zeigen, dass die Sternentstehungsrate in jungen Galaxien eng mit der Gesamtmasse der Sterne zusammenhängt. Sie fanden heraus, welches Rohmaterial für die Sternentstehung vor etwa 10 Milliarden Jahren, zur Blütezeit der Galaxienentstehung, im Kosmos zur Verfügung stand.

Weiterlesen: ALMA erkundet das Hubble Ultra Deep Field

 

Geschrieben: 22.09.2016
Kategorie: Astronomie

Computersimulation eines Lyman-Alpha-Blobs© J. Geach / D. Narayanan / R. Crain

Ein internationales Astronomenteam hat mit ALMA sowie dem Very Large Telescope der ESO und weiteren Teleskopen das Rätsel um die Beschaffenheit eines seltenen Objekts im fernen Universum gelöst, eines sogenannten Lyman-alpha-Blobs. Bislang war ungeklärt, warum diese riesigen Wolken aus Gas so hell leuchten, aber mit ALMA wurden nun zwei Galaxien im Zentrum eines dieser Objekte entdeckt, in denen die Sternentstehungsrate so hoch ist, dass die Umgebung zum Leuchten gebracht wird. Diese großen Galaxien wiederum befinden sich im Zentrum einer Ansammlung aus kleineren Galaxien, sodass es scheint, als handele es sich um eine frühe Phase in der Entstehung eines massereichen Galaxienhaufens. Es ist anzunehmen, dass sich diese zwei Galaxien in ferner Zukunft zu einer einzigen riesigen elliptischen Galaxie entwickeln.

Weiterlesen: ALMA enthüllt die Geheimnisse eines riesigen Gasklumpens im Weltraum