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Kategorie: Astronomie

Diese Kategorie enthält 144 Beiträge auf 15 Seiten.

Geschrieben: 07.04.2017
Kategorie: Astronomie

ALMA beobachtet Sternenexplosion im Sternbild Orion© ALMA (ESO / NAOJ / NRAO), J. Bally / H. Drass et al.

Mit Sternexplosionen verbindet man in der Regel Supernovae, die spektakulären Explosionen am Lebensende von Sternen. Neue Beobachtungen mit ALMA geben nun jedoch Einblicke in Explosionen, die zu Beginn des Lebenszyklus eines Sterns stattfinden. Astronomen gelangen die einzigartigen Aufnahmen, als sie die feuerwerksähnlichen Überreste der Geburt mehrerer massereicher Sterne untersuchten, und konnten damit zeigen, dass nicht nur der Tod von Sternen, sondern auch ihre Entstehung ein brutaler und explosiver Prozess sein kann.

Weiterlesen: ALMA gelingt Aufnahme eines stellaren Feuerwerks

 

Geschrieben: 27.03.2017
Kategorie: Astronomie

Künstlerische Darstellung von Sternen, die in Winden supermassereicher Schwarzer Löcher entstehen© ESO / M. Kornmesser

Zum ersten Mal ist es Forschern gelungen nachzuweisen, dass in den starken Materiewinden, die aus supermassereichen Schwarzen Löchern in Galaxienkernen stammen, Sterne entstehen können. Für unser Verständnis von Galaxieneigenschaften und -entwicklung hat die Entdeckung, die mit dem Very Large Telescope der ESO gelang, weitreichende Folgen. Die Ergebnisse werden in der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht.

Weiterlesen: Sterngeburt in den Winden supermassereicher Schwarzer Löcher

 

Geschrieben: 15.03.2017
Kategorie: Astronomie

Vergleich von rotierenden Scheibengalaxien im fernen Universum und heute© ESO / L. Calçada

Neue Beobachtungen lassen vermuten, dass massereiche, sternbildende Galaxien während der Hochphase der Galaxienentstehung vor 10 Milliarden Jahren von baryonischer, also „normaler“ Materie dominiert wurden. Das steht im krassen Gegensatz zu heutigen Galaxien, in denen die Effekte der geheimnisvollen Dunklen Materie viel größer zu sein scheinen – zu diesem überraschenden Ergebnis kamen Wissenschaftler aus München und Garching mit dem Very Large Telescope der ESO. Die Erkenntnisse deuten darauf hin, dass Dunkle Materie im frühen Universum weniger einflussreich war als sie es heute ist. Die Forschungsergebnisse werden in vier Fachartikeln präsentiert, von denen einer heute in der Zeitschrift Nature veröffentlicht wurde.

Weiterlesen: Dunkle Materie im frühen Universum weniger einflussreich als vermutet

 

Geschrieben: 09.03.2017
Kategorie: Astronomie

Künstlerische Darstellung der fernen staubhaltigen Galaxie A2744_YD4© ESO / M. Kornmesser

Noch nie zuvor haben Astronomen Sauerstoff und Sternenstaub in einer solch entfernten Galaxie wie A2744_YD4 entdeckt. Durch die große Entfernung sehen wir die Galaxie von der Erde, als ob sie gerade erst entstanden wäre – zu einer Zeit, in der das Alter des Universums gerade einmal vier Prozent des heutigen Alters betrug. Diese neuen mit ALMA gewonnenen Ergebnisse liefern neue Erkenntnisse über die Geburt und den gewaltsamen Tod der allerersten Sterne.

Weiterlesen: Alter Sternenstaub gibt Aufschluss über erste Sterne

 

Geschrieben: 01.03.2017
Kategorie: Astronomie

Der Rand der Galaxie NGC 1055© ESO

Dieser farbenfrohe Streifen aus Sternen, Gas und Staub ist in Wirklichkeit eine Spiralgalaxie mit dem Namen NGC 1055, deren Durchmesser vermutlich um bis zu 15% größer ist als der unserer Milchstraße. Es scheint, als fehlten in NGC 1055 die für eine solche Galaxie typischen Spiralarme, da sie nur von der Seite beobachtbar ist. Allerdings sieht man in der Struktur der Galaxie seltsame Verwindungen, die vermutlich durch Wechselwirkung mit einer großen, benachbarten Galaxie entstanden sind. Aufgenommen wurde das Bild mit dem Very Large Telescope (VLT) der ESO.

Weiterlesen: Am Rand der Galaxie

 

Geschrieben: 22.02.2017
Kategorie: Astronomie

Künstlerische Darstellung des TRAPPIST-1-Planetensystems© ESO / N. Bartmann / spaceengine.org

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden- und weltraumbasierten Teleskopen entdeckt, während sie vor ihrem Mutterstern vorbeizogen, dem besonders kühlen Zwergstern TRAPPIST-1. Darunter befand sich auch das Very Large Telescope der ESO. Dem heute in der Zeitschrift Nature erschienenen Fachartikel nach liegen drei der Planeten in der bewohnbaren Zone des Sterns und könnten auf ihren Oberflächen Ozeane aus Wasser beherbergen, wodurch die Möglichkeit steigt, dass in dem Sternsystem Leben möglich ist. Das System stellt sowohl in der Anzahl an bisher gefundenen erdgroßen Planeten als auch in der Zahl von Planeten, auf denen flüssiges Wasser auf der Oberfläche möglich ist, einen neuen Rekord auf.

Weiterlesen: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

 

Geschrieben: 15.02.2017
Kategorie: Astronomie

Heißer Jupiter© ESO

Eigentlich war das 2009 gestartete NASA-Weltraumteleskop Kepler zur Suche nach extrasolaren Planeten schon 2013 wegen zweier defekter Schwungräder außer Betrieb gesetzt worden. Doch die Missionskontrolle schaffte es, den Teleskop-Orbiter in einem veränderten Betriebsmodus auf seiner Umlaufbahn um die Sonne in eine Raumlage zu manövrieren, die eine Fortsetzung der Mission ermöglichte. Dabei wurde der Sonnenwind zur Stabilisierung der Sonde genutzt, sodass der Mission im Mai 2014 ein "zweites Leben" eingehaucht werden konnte, die von der NASA mit dem Missionsnamen K2 bezeichnet wird. Wissenschaftler vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) haben nun gemeinsam mit Kollegen anderer Einrichtungen in den K2-Daten sechs neue Planeten an anderen Sternen entdeckt, darunter federführend zwei außergewöhnliche Begleiter an einem Stern mit der anderthalbfachen Masse der Sonne.

Weiterlesen: Keplers "zweites Leben": DLR-Forscher finden sechs Planeten

 

Geschrieben: 01.02.2017
Kategorie: Astronomie

Katzenpfoten- und Hummernebel© ESO

Die als NGC 6334 und NGC 6357 katalogisierten leuchtenden Nebel aus Gas und Staub werden von Astronomen bereits seit langer Zeit untersucht. Trotzdem ist dieses riesige neue Bild vom VLT Survey Telescope etwas Besonderes, da es sich um die neueste Aufnahme des Nebels und mit etwa zwei Milliarden Pixeln um eines der detailreichsten Bilder handelt, das je von der ESO veröffentlicht wurde. Ihre einprägsamen Namen haben die kosmischen Wolken ihren charakteristischen Formen zu verdanken: Katzenpfotennebel bzw. Hummernebel.

Weiterlesen: Himmlische Katze trifft kosmischen Hummer

 

Geschrieben: 18.01.2017
Kategorie: Astronomie

ALMA beobachtet riesigen Sonnenfleck (1,25 Millimeter)© ALMA (ESO / NAOJ / NRAO)

Neue Aufnahmen, die mit dem Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) in Chile aufgenommen wurden, haben sonst unsichtbare Details unserer Sonne zum Vorschein gebracht. Unter den Bildern findet sich auch eine neue Aufnahme des dunklen, gekrümmten Zentrums eines Sonnenflecks, dessen Größe fast dem Doppelten des Erddurchmessers entspricht. Diese Bilder sind die ersten Aufnahmen der Sonne, die mit einer Einrichtung aufgenommen wurden, an der die ESO beteiligt ist. Damit haben sich die Möglichkeiten zur Beobachtung und Erforschung der Physik unseres nächsten Sterns um eine wichtige Komponente erweitert. Die ALMA-Antennen wurden in besonderer Weise konzipiert, so dass sie die Sonne abbilden können, ohne durch die intensive Hitze des gebündelten Lichts beschädigt zu werden.

Weiterlesen: ALMA beginnt Beobachtung der Sonne

 

Geschrieben: 09.01.2017
Kategorie: Astronomie

Die Molekülwolke Orion A aus Sicht von VISTA© ESO / VISION survey

Diese beeindruckende neue Aufnahme zeigt die Molekülwolke Orion A, die nächste uns bekannte Entstehungsregion massereicher Sterne, etwa 1350 Lichtjahre von der Erde entfernt. Hierbei handelt es sich um eines der größten Mosaike aus nahinfraroten hochauflösenden Einzelbildern, die mit dem VISTA-Durchmusterungsteleskop am Paranal-Observatorium der ESO im Norden Chiles aufgenommen wurden und viele jungen Sterne und andere Objekte zum Vorschein bringen, die normalerweise tief in den Staubwolken verborgen sind.

Weiterlesen: Die verborgenen Schätze der Wolken Orions