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Kategorie: Astronomie

Diese Kategorie enthält 161 Beiträge auf 17 Seiten.

Geschrieben: 20.11.2017
Kategorie: Astronomie

Künstlerische Darstellung des interstellaren Asteroiden `Oumuamua© ESO / M. Kornmesser

Zum ersten Mal haben Astronomen in unserem Sonnensystem einen Asteroiden untersucht, der aus dem interstellaren Raum stammt. Beobachtungen mit dem Very Large Telescope der ESO in Chile und anderen Observatorien auf der ganzen Welt haben gezeigt, dass dieses einzigartige Objekt für Millionen von Jahren durch den Weltraum gereist ist, bevor es zufällig auf unser Sonnensystem traf. Es scheint sich um ein dunkelrotes, langgezogenes metallisches oder felsiges Objekt zu handeln. Die neuen Ergebnisse erscheinen am 20. November 2017 in der Fachzeitschrift Nature.

Weiterlesen: ESO-Beobachtungen zeigen, dass der erste interstellare Asteroid mit nichts vergleichbar ist, was wir bisher kennen

 

Geschrieben: 15.11.2017
Kategorie: Astronomie

Künstlerische Darstellung des Planeten Ross 128 b© ESO / M. Kornmesser

In nur 11 Lichtjahren Entfernung von unserem Sonnensystem hat ein Forscherteam mit dem einzigartigen Planetenjäger-Instrument HARPS einen gemäßigten, erdähnlichen Planeten entdeckt. Der neue Planet trägt den Namen Ross 128 b und ist nun, nach Proxima b, der zweitnächste Planet mit gemäßigtem Klima, der entdeckt wurde. Außerdem handelt es sich um den uns nächsten Planeten, der einen inaktiven Roten Zwergstern umkreist, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass auf diesem Planeten Leben möglich ist. Ross 128 b wird ein erstklassiges Ziel für das Extremely Large Telescope der ESO sein, das in der Lage sein wird, nach Biomarkern in seiner Atmosphäre zu suchen.

Weiterlesen: Nächstgelegener Planet mit gemäßigtem Klima um ruhigen Stern entdeckt

 

Geschrieben: 03.11.2017
Kategorie: Astronomie

Künstlerische Darstellung der Staubgürtel um Proxima Centauri© ESO / M. Kornmesser

Astronomen haben mit dem ALMA-Observatorium in Chile kalten Staub um unseren nächsten Nachbarstern Proxima Centauri entdeckt. Der Staub befindet sich in einem Gürtel, der Proxima Centauri in der ein- bis vierfachen Entfernung zwischen Sonne und Erde umgibt. Darüber hinaus deuten die Daten auf einen noch kühleren Staubgürtel hin, der sich weiter außen befindet, was ein Hinweis auf ein komplexeres Planetensystem sein könnte. Die Strukturen ähneln den deutlich größeren Gürteln im Sonnensystem und sind wohl aus Gesteins- und Eispartikeln entstanden, aus denen sich keine Planeten bilden konnten.

Weiterlesen: ALMA entdeckt kalten Staub um nächstgelegenen Stern

 

Geschrieben: 31.10.2017
Kategorie: Astronomie

Der Zwergstern NGTS-1 mit seinem Riesenplanet© University of Warwick & Mark Garlick

Eigentlich dürfte es so etwas gar nicht geben. Nach den bestehenden Theorien über die Planetenentstehung sollte sich um einen Zwergstern kein Riesenplanet bilden, sondern nur kleinere Gesteinsplaneten. Die jüngste Entdeckung der Teleskopanlage Next-Generation Transit Survey (NGTS) hat diese Auffassung infrage gestellt. NGTS-1b ist ein Planet von der Größe des Jupiters, der um einen Stern kreist, der nur halb so groß ist wie unsere Sonne. Es ist der erste Exoplanet, der mit der NGTS-Teleskopanordnung in Chile entdeckt wurde. Die Anlage, bei der acht der zwölf Kameras vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) finanziert wurden, ist seit 2015 in Betrieb. "Dieser erste Erfolg des NGTS ist eine große Überraschung für die Entdecker und eine Herausforderung für die Theoretiker", sagt Prof. Heike Rauer, Leiterin der Abteilung Extrasolare Planeten und Atmosphären des DLR-Instituts für Planetenforschung.

Weiterlesen: Ein ungewöhnliches Paar: Zwergstern mit Riesenplanet

 

Geschrieben: 25.10.2017
Kategorie: Astronomie

Enthüllung der galaktischen Geheimnisse von NGC 1316© ESO / A. Grado and L. Limatola

Unzählige Galaxien buhlen in dieser riesigen Aufnahme des Fornax-Galaxienhaufens um die Aufmerksamkeit des Betrachters, einige erscheinen nur als winzige Lichtpunkte, andere hingegen dominieren den Vordergrund. Zu letzteren zählt auch die linsenförmige Galaxie NGC 1316. Die bewegte Vergangenheit der vielfach untersuchten Galaxie bescherte ihr eine filigrane Struktur aus Schleifen, Kreisbögen und Ringen, die Astronomen nun mit dem VLT Survey Telescope detailgetreuer als je zuvor abbilden konnten. Die erstaunlich tiefe Aufnahme enthüllt auch eine Vielzahl dunkler Objekte im Galaxienhaufen. An der Untersuchung beteiligt waren auch Forscher aus Heidelberg.

Weiterlesen: Enthüllung galaktischer Geheimnisse

 

Geschrieben: 18.10.2017
Kategorie: Astronomie

Kosmische Spindel© J. Chang, PMO / T. Müller, HdA

Galaxien als majestätische, rotierende Sternscheiben? Nicht bei den spindelförmigen Galaxien, die von Athanasia Tsatsi (Max-Planck-Institut für Astronomie) und ihren Kollegen untersucht wurden. Mit Hilfe der CALIFA-Umfrage fanden die Astronomen heraus, dass diese schlanken Galaxien, die sich um ihre Längsachse drehen, weitaus häufiger sind als bisher angenommen. Mit den neuen Daten konnten die Astronomen außerdem ein Modell dafür entwickeln, wie die spindelförmigen Galaxien aus einer speziellen Art von Verschmelzung zweier Spiralgalaxien entstehen. Die Ergebnisse wurden in der Zeitschrift Astronomy & Astrophysics veröffentlicht.

Weiterlesen: Astronomen entdecken ungewöhnliche spindelförmige Galaxien

 

Geschrieben: 16.10.2017 um 16:45:00
Kategorie: Astronomie

Künstlerische Darstellung verschmelzender Neutronensterne© ESO / L. Calçada / M. Kornmesser

Teleskope der ESO in Chile haben zum ersten Mal im sichtbaren Licht eine Quelle von Gravitationswellen vermessen können. Diese geschichteschreibenden Beobachtungen deuten darauf hin, dass die Verschmelzung zweier Neutronensterne die Gravitationswellen verursacht hat. Im Zuge der katastrophalen Folgen dieser Art von Verschmelzung — seit langem vorhergesagte Ereignisse, die als Kilonovae bezeichnet werden — werden schwere Elemente wie Gold und Platin im Universum verteilt. Die Entdeckung, die in mehreren Fachartikeln präsentiert wird, die u.a. in der Fachzeitschrift Nature erscheinen, liefert auch den bisher stärksten Beweis, dass kurzlebige Gammastrahlenausbrüche durch die Verschmelzung von Neutronensternen entstehen.

Weiterlesen: ESO-Teleskope beobachten erstes Licht einer Gravitationswellen-Quelle

 

Geschrieben: 02.10.2017
Kategorie: Astronomie

ALMA und Rosetta detektieren Freon-40 im Weltraum© B. Saxton (NRAO / AUI / NSF); NASA / JPL-Caltech / UCLA

Beobachtungen mit der Atacama Large Millimeter/Submillimeter Array (ALMA) und der ESA-Mission Rosetta haben ergeben, dass das Organohalogen Freon-40 im Gas um einen jungen Stern und einen Kometen herum vorhanden ist. Organohalogene werden von organischen Prozessen auf der Erde gebildet, aber dies ist die erste Entdeckung im interstellaren Raum überhaupt. Diese Entdeckung legt nahe, dass Organohalogene nicht so gute Marker des Lebens sind wie erhofft, sondern dass sie wichtige Bestandteile des Materials sein könnten, aus dem sich Planeten bilden. Dieses Ergebnis, das in der Zeitschrift Nature Astronomy erscheint, unterstreicht die Herausforderung, Moleküle zu finden, die auf das Vorhandensein von Leben außerhalb der Erde hinweisen könnten.

Weiterlesen: ALMA und Rosetta weisen Freon-40 im Weltall nach

 

Geschrieben: 27.09.2017
Kategorie: Astronomie

MUSE-Aufnahme des Saturnnebels© ESO / J. Walsh

Der eindrucksvolle Planetarische Nebel NGC 7009, auch Saturnnebel genannt, zeichnet sich vor dem dunklen Himmelshintergrund wie eine Ansammlung seltsam geformter Blasen ab, die in prächtigem Pink und Blau erstrahlen. Dieses farbenfrohe Bild wurde im Rahmen von Beobachtungen zur erstmaligen Kartierung des Staubs in einem Planetarischen Nebel mit dem leistungsfähigen MUSE-Instrument am Very Large Telescope (VLT) der ESO aufgenommen. Die Karte – die eine Fülle komplexer Strukturen wie Schalen, einen Halo und ein merkwürdiges wellenartiges Merkmal im Staub zutage bringt – soll Astronomen helfen, zu verstehen, wie Planetarische Nebel ihre seltsamen Formen und Symmetrien entwickeln.

Weiterlesen: Die merkwürdigen Strukturen im Saturnnebel

 

Geschrieben: 20.09.2017
Kategorie: Astronomie

Dünne Blase aus ausgestoßener Materie um den kühlen, roten Stern U Antliae© ALMA (ESO / NAOJ / NRAO) / F. Kerschbaum

Mit dem Radioteleskop ALMA ist Astronomen eine eindrucksvolle und schöne Aufnahme gelungen, die eine Blase aus Materie zeigt, die von dem exotischen roten Stern U Antliae ausgestoßen wurde. Mit den Beobachtungen ist es den Forschern möglich, besser zu verstehen, wie sich Sterne während ihrer späten Lebensphasen entwickeln. Maßgeblich beteiligt waren Wissenschaftler der Universität Wien.

Weiterlesen: Alternder Stern bläst Materie von sich