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Kategorie: Astronomie

Diese Kategorie enthält 150 Beiträge auf 15 Seiten.

Geschrieben: 13.09.2017
Kategorie: Astronomie

Künstlerische Darstellung des Exoplaneten WASP-19b© ESO / M. Kornmesser

Zum ersten Mal konnten Astronomen Titanoxid in der Atmosphäre eines Exoplaneten nachweisen. Bei der Untersuchung des Planeten WASP-19b vom Typ „Heißer Jupiter“ haben Wissenschaftler das Leistungsvermögen des FORS2-Instruments am Very Large Telescope der ESO voll ausgeschöpft, nur so war die Entdeckung überhaupt möglich. Die Beobachtungsdaten liefern einzigartige Informationen über die chemische Zusammensetzung und das Temperatur- und Druckprofil der Atmosphäre dieses ungewöhnlichen und sehr heißen Planeten. Die Ergebnisse erscheinen heute in der Zeitschrift Nature.

Weiterlesen: Flammenhölle mit Titan am Himmel

 

Geschrieben: 31.08.2017
Kategorie: Astronomie

Bild des Kometen C/2012 S1 (ISON)© TRAPPIST / E. Jehin / ESO

Wenn Sterne in der Nähe der Sonne vorbeifliegen, können sie Kometen aus der sogenannten Oort-Wolke in die inneren Regionen des Sonnensystems lenken. Sternbegegnungen sind so ein wichtiger Faktor um die Häufigkeit von Kometeneinschlägen auf der Erde abschätzen zu können. Coryn Bailer-Jones vom Max-Planck-Institut für Astronomie hat jetzt mithilfe von Daten des ESA-Satelliten Gaia die erste systematische Abschätzung der Häufigkeit solcher Begegnungen vorgenommen: Pro Million Jahre kommen bis zu zwei Dutzend Sterne der Sonne auf einige Lichtjahre nahe – unser Sonnensystem kommt gar nicht erst zur Ruhe. Die Ergebnisse wurden jetzt in der Fachzeitschrift Astronomy & Astrophysics veröffentlicht.

Weiterlesen: Kosmisches Verkehrsaufkommen, abgelenkte Kometen, und ein genauer Blick auf die Auslöser kosmischer Katastrophen

 

Geschrieben: 30.08.2017
Kategorie: Astronomie

Künstlerische Darstellung von Gas, das als Rohmaterial für ferne Starburst-Galaxien dient© ESO / L. Benassi

Mithilfe von ALMA konnten Astronomen Reservoirs mit kaltem und turbulentem Gas in der Umgebung ferner Starburst-Galaxien auffinden. Der erstmalige Nachweis von CH+ im fernen Universum eröffnet neue Möglichkeiten zur Erforschung einer Schlüsselepoche der Sternentstehung . Das Vorhandensein dieser Moleküle gibt Hinweise darauf, wie Galaxien ihre Phase schneller Sternentstehung über eine längere Zeit ausdehnen können. Die Ergebnisse erscheinen in der Fachzeitschrift Nature.

Weiterlesen: ALMA findet gigantische versteckte Vorräte an turbulentem Gas in entfernten Galaxien

 

Geschrieben: 23.08.2017
Kategorie: Astronomie

Rekonstruktion der Oberflächenstrukturen des roten Überriesen Antares© ESO / K. Ohnaka

Mithilfe des Very Large Telescope Interferometer der ESO ist Astronomen die bislang genaueste Abbildung eines Sterns gelungen. Die Forscher erstellten für ihr Zielobjekt, den roten Überriesen Antares, außerdem die erste Geschwindigkeitskarte für Material in der Atmosphäre eines fernen Sterns. Bis dahin war die Sonne der einzige solchermaßen kartierte Stern gewesen. Im Falle von Antares offenbarte die Geschwindigkeitskarte unerwartete Turbulenzen in der gigantisch ausgedehnten Atmosphäre des Sterns. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht.

Weiterlesen: Das bislang beste Bild von Oberfläche und Atmosphäre eines Sterns

 

Geschrieben: 18.08.2017
Kategorie: Astronomie

Am Montag schiebt sich in den USA der Mond vor die Sonne© NASA / SDO

Eine totale Sonnenfinsternis ist für Beobachter spektakulär: "Etwa 30 Sekunden bevor die Sonne ganz hinter der Mondscheibe verschwindet, wird es mitten am Tag merklich dunkler, so, als habe jemand heftig am Dimmer einer Lampe gedreht", erläutert Dr. Manfred Gaida, Astrophysiker im Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Bonn, das Phänomen. Der Mond schiebt sich vor die Sonne, bis nur noch ein leuchtender Strahlenkranz, die Korona, zu erkennen ist. Dort, wo sein kegelförmiger Kernschatten die Erde trifft, verdunkelt sich der Himmel. Etwa 75 bis 90 Minuten vorher beginnen die partiellen Phasen der Verfinsterung. Ebenso lang dauert es nach der Finsternis, bis die "Rundumdämmerung" wieder vollkommen verschwunden ist.

Weiterlesen: Im Schatten des Mondes - Totale Sonnenfinsternis in den USA

 

Geschrieben: 16.08.2017
Kategorie: Astronomie

Beispiel einer Quallengalaxie© ESO / GASP collaboration

Beobachtungen von „Quallengalaxien“ mit dem Very Large Telescope der ESO haben einen bisher unbekannten Mechanismus enthüllt, wie supermassereiche Schwarze Löcher angetrieben werden können. Quallengalaxien verdanken ihren Spitznamen ihrem Erscheinungsbild, da sie „Tentakel“ aus Gas hinter sich herziehen, in denen rege Sternentstehung stattfindet. Derselbe Mechanismus, der für diese Tentakel verantwortlich ist, scheint auch dafür zu sorgen, dass Gas in die zentralen Regionen von Galaxien gelangt, wo Schwarze Löcher nur darauf warten, das Gas zu verschlingen. Die Ergebnisse sind heute in der Fachzeitschrift Nature erschienen.

Weiterlesen: Supermassereiches Schwarzes Loch wird durch kosmische Qualle gefüttert

 

Geschrieben: 02.08.2017
Kategorie: Astronomie

Der planetarische Nebel IC 4406© ESO / J. Richard (CRAL)

Nach mehr als einem Jahrzehnt der Planung, Konstruktion und Erprobung hat die Adaptive Optics Facility (AOF) mit dem Instrument MUSE erstes Licht gesehen und verblüffend scharfe Bilder von planetarischen Nebeln und Galaxien aufgenommen. Das Hauptteleskop 4 (Yepun) am Very Large Telescope (VLT) der ESO ist dadurch nun ein vollständig adaptives Teleskop. Durch die Kopplung der AOF mit MUSE wird es zu einem der fortschrittlichsten und leistungsstärksten Systeme, die je für die bodengebundene Astronomie gebaut wurden.

Weiterlesen: Hochmodernes System Adaptiver Optik sieht erstes Licht

 

Geschrieben: 27.07.2017
Kategorie: Astronomie

Der Orionnebel und seine Haufen, aufgenommen mit dem VLT Survey Telescope© ESO / G. Beccari

Im Orionnebel-Haufen haben Astronomen drei unterschiedliche Populationen sehr junger Sterne entdeckt. Diese überraschende Entdeckung, die mit dem VLT Survey Telescope der ESO gelang, bietet wertvolle neue Einblicke in die Entstehung von Sternhaufen. Sie ist ein Hinweis darauf, dass Sternentstehung in Schüben verlaufen könnte und jeder Schub deutlich schneller vonstatten geht als bisher gedacht.

Weiterlesen: Drei Generationen an Sternen unter einem Dach

 

Geschrieben: 19.07.2017
Kategorie: Astronomie

Kompaktes Gehäuse von MASCARA© ESO / G. Otten and G. J. Talens

Eine Station von MASCARA (Multi-site All-Sky CAmeRA) hat am La-Silla-Observatorium der ESO in Chile erstes Licht gesehen. Die neue Anlage wird nach Planeten suchen, die an ihrem hellen Mutterstern vorbeiziehen. Darauf basierend soll ein Katalog entstehen, um mit zukünftigen Beobachtungen die entdeckten Exoplaneten genauer charakterisieren zu können.

Weiterlesen: Augen auf für MASCARA in Chile

 

Geschrieben: 12.07.2017
Kategorie: Astronomie

Junge Vulkane auf dem Grund von Coprates Chasma auf dem Mars© NASA / JPL-Caltech / University of Arizona

Eine der auffallendsten Landschaftsformen auf dem Mars ist der riesige Schildvulkan Olympus Mons, der sich bis zu 26 Kilometer über die ihn umgebenden Ebenen erhebt. Er ist Bestandteil der Tharsis-Aufwölbung, einer Vulkanprovinz, die so groß wie ganz Europa ist. Vulkanismus ist ein weit verbreitetes Phänomen auf dem Mars. Am Ostrand von Tharsis nimmt eine zweite geologische Struktur mit gewaltigen Dimensionen ihren Ausgang: Das Talsystem der Valles Marineris, das sich fast 4000 Kilometer entlang des Äquators erstreckt und dessen tektonischen Grabenbrüche bis zu zehn Kilometer tief sind. Seit Jahrzehnten rätseln die Wissenschaftler, ob Vulkanismus auch im Inneren der Valles Marineris tätig war. Nun haben vier Wissenschaftler, darunter Ernst Hauber vom DLR-Institut für Planetenforschung, ein Gebiet mit 130 kleinen Vulkanen auf dem Grund der Valles Marineris entdeckt.

Weiterlesen: Junger Vulkanismus und hydrothermale Minerale auf dem Mars