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Kategorie: Astronomie

Diese Kategorie enthält 144 Beiträge auf 15 Seiten.

Geschrieben: 21.12.2016
Kategorie: Astronomie

Das verschmelzende Galaxiensystem Arp 220 aus Sicht von ALMA und Hubble© ALMA (ESO / NAOJ / NRAO) / NASA / ESA and The Hubble Heritage Team (STScI / AURA)

Dank neuer Empfänger, die an den Antennenschüsseln des Observatoriums angebracht wurden, kann das Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) in Chile jetzt in einem neuen Bereich des elektromagnetischen Spektrums beobachten. Die neuen Empfänger können Radiowellen mit Wellenlängen zwischen 1,4 und 1,8 Millimeter erfassen – ein Bereich, der vorher von ALMA unberührt blieb. Die Aufrüstung ermöglicht es Astronomen, schwache Signale von Wasser im nahen Universum nachzuweisen.

Weiterlesen: Erstes Licht für Band 5 bei ALMA

 

Geschrieben: 12.12.2016
Kategorie: Astronomie

Nahaufnahme eines Sterns in der Nähe eines Schwarzen Lochs (künstlerische Darstellung)© ESO, ESA / Hubble, M. Kornmesser

Einen außergewöhnlich hellen Lichtpunkt in einer fernen Galaxie hielt man lange für die hellste je beobachtete Supernova. Doch neue Beobachtungen mehrerer Observatorien, darunter auch ESO-Teleskope, ziehen diese Klassifikation des ASASSN-15lh getauften Ereignisses nun in Zweifel. Stattdessen schlägt eine Gruppe von Astronomen, darunter auch Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching, vor, dass die Ursache ein noch extremeres und sehr seltenes Ereignis gewesen sein könnte – ein schnell rotierendes Schwarzes Loch, das einen ihm zu nahe gekommenen Stern zerrissen hat.

Weiterlesen: Rotierendes Schwarzes Loch, das Stern verschluckt, könnte sehr helles Aufleuchten erklären

 

Geschrieben: 07.12.2016
Kategorie: Astronomie

Dunkle Materie in der Region der KiDS-Durchmusterung (Region G12)© Kilo-Degree Survey Collaboration / H. Hildebrandt & B. Giblin / ESO

Die Auswertung einer riesigen neuen Galaxien-Durchmusterung deutet darauf hin, dass Dunkle Materie weniger dicht und dafür gleichmäßiger im gesamten Weltraum verteilt sein könnte, als bisher angenommen. Ein internationales Astronomenteam, unter ihnen auch Wissenschaftler vom Argelander-Institut für Astronomie in Bonn, analysierte Daten aus dem Kilo Degree Survey (KiDS), der mit dem VLT Survey Telescope der ESO in Chile durchgeführt wurde, um zu untersuchen, wie das Licht von etwa 15 Millionen entfernten Galaxien auf großen Skalen durch die Gravitationskraft der Materie im Universum beeinflusst wurde. Die Ergebnisse scheinen im Widerspruch zu früheren Ergebnissen des Planck-Satelliten zu stehen.

Weiterlesen: Dunkle Materie könnte gleichmäßiger verteilt sein als erwartet

 

Geschrieben: 04.12.2016
Kategorie: Astronomie

Die Polarisation des Lichts, das von einem Neutronenstern emittiert wird© ESO / L. Calçada

Astronomen haben im Licht, das von einem ungewöhnlich dichten und stark magnetisierten Neutronenstern emittiert wird, möglicherweise die ersten Hinweise auf einen seltsamen Quanteneffekt gefunden, der in den 1930er Jahren zum ersten Mal vorhergesagt wurde. Die Polarisation des Lichts, das sie mit dem Very Large Telescope der ESO beobachteten, legt nahe, dass der leere Raum um den Neutronenstern einem Quanteneffekt unterliegt, den man als Vakuumdoppelbrechung bezeichnet.

Weiterlesen: Erste Hinweise auf merkwürdige Quanteneigenschaften des leeren Raums gefunden?

 

Geschrieben: 09.11.2016
Kategorie: Astronomie

Mit SPHERE beobachtete protoplanetare Scheiben© ESO

Bis heute ist noch nicht vollständig geklärt, welchen Einfluss Planeten auf die Form der Scheiben um junge Sterne haben können, in denen sie selbst entstehen. Mit dem SPHERE-Instrument am Very Large Telescope der ESO konnten nun auffällige Merkmale in solchen Scheiben im Detail beobachtet und deren komplexen Dynamiken untersucht werden – im Fall eines jungen Sonnensystems konnte dessen Entwicklung sogar in Echtzeit beobachtet werden. Die jüngst veröffentlichten Ergebnisse dreier Astronomenteams zeigen, dass SPHERE für solche Beobachtungen prädestiniert ist – und dass durch diese Beobachtungen deutlich wird, in welch komplexen Umgebungen neue Welten entstehen. An den Untersuchungen waren auch Forscher vom Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg beteiligt.

Weiterlesen: Wie Sonnensysteme entstehen

 

Geschrieben: 02.11.2016
Kategorie: Astronomie

Region R44 im Carinanebel© ESO / A. McLeod

Riesige säulenartige Strukturen konnte ein internationales Astronomenteam, darunter auch Wissenschaftler aus Garching, München und Heidelberg, innerhalb des Carinanebels beobachten. Eine Analyse zeigte, dass es sich – im Gegensatz zu den bekannten und ähnlich geschaffenen Säulen der Schöpfung im Adlernebel – eher um Säulen der Zerstörung handelt. Die eindrucksvollen Bilder entstanden mit dem MUSE-Instrument am Very Large Telescope der ESO.

Weiterlesen: Säulen der Zerstörung

 

Geschrieben: 27.10.2016
Kategorie: Astronomie

Helle Halos um ferne Quasare© ESO / Borisova et al

Ein internationales Astronomenteam mit Beteiligung des Leibniz-Instituts für Astrophysik in Potsdam hat leuchtende Gaswolken um ferne Quasare entdeckt. Die mit dem MUSE-Instrument am Very Large Telescope der ESO durchgeführten Beobachten deuten darauf hin, dass Halos um solche Quasare weitaus häufiger vorkommen als bisher vermutet. Doch auch die Eigenschaften der überraschend gefundenen Halos stehen in deutlichem Widerspruch zu derzeit geläufigen Theorien zur Galaxienentstehung im frühen Universum.

Weiterlesen: Das VLT entdeckt unerwarteterweise riesige leuchtende Halos um ferne Quasare

 

Geschrieben: 20.10.2016
Kategorie: Astronomie

Detaillierter Blick auf Eta Carinae© ESO / G. Weigelt

Niemals zuvor konnte das Sternsystem Eta Carinae so detailreich aufgenommen werden, wie es nun einem internationalen Forscherteam mit starker Beteiligung vom Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie gelang. Bei ihren Beobachtungen kamen neue Strukturen innerhalb des Doppelsternsystems zutage, die die Wissenschaftler nicht erwartet hätten, insbesondere im Bereich zwischen beiden Sternen, in denen die Winde beider Sterne mit hoher Geschwindigkeit aufeinanderprallen. Diese Entdeckung könnte neue Einblicke in das rätselhafte Sternsystem liefern und damit auch zu einem besseren Verständnis der Entwicklung besonders massereicher Sterne führen. Die Beobachtungen wurden mit dem Very Large Telescope Interferometer durchgeführt.

Weiterlesen: Hochauflösende Aufnahme von Eta Carinae gelungen

 

Geschrieben: 12.10.2016
Kategorie: Astronomie

Veränderliche Sterne nahe des galaktischen Zentrums© ESO / VVV Survey / D. Minniti

Im Zentrum der Milchstraße wurden zum ersten Mal sehr alte Sterne des Typs RR Lyrae entdeckt. Solche Sterne sind typischerweise in alten Sternenpopulationen zu finden, die bereits über 10 Milliarden Jahre alt sind. Ihre Entdeckung, gelungen mit dem VISTA-Infrarot-Teleskop der ESO, legt nahe, dass die Verdickung im Zentrum der Milchstraße wahrscheinlich durch die Verschmelzung von Ur-Sternhaufen entstanden ist. Diese Sterne könnten sogar die Überreste der massereichsten und ältesten überlebenden Sternhaufen in der gesamten Milchstraße darstellen.

Weiterlesen: Wie das Herz der Milchstraße vor Urzeiten entstand

 

Geschrieben: 05.10.2016
Kategorie: Astronomie

VISTA beobachtet Messier 78© ESO

Junge Sterne lassen den Nebel Messier 78 in diesem neuen Bild in bläulichem Licht erscheinen, während rote neugeborene Sterne aus ihrem Kokon aus kosmischem Staub hervorschauen. Für unsere Augen wären die meisten dieser Sterne hinter Staub versteckt, aber das Visibile and Infrared Survey Telescope for Astronomy (VISTA) der ESO kann auch nahinfrarotes Licht beobachten, das vom Staub nicht absorbiert wird. Damit ermöglicht das Teleskop Astronomen, die stellaren Bedingungen in dieser Region genauer unter die Lupe zu nehmen.

Weiterlesen: VISTA bringt hinter Staub versteckte Sterne zum Vorschein