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Kategorie: Astronomie

Diese Kategorie enthält 144 Beiträge auf 15 Seiten.

Geschrieben: 29.09.2016
Kategorie: Astronomie

Künstlerische Darstellung des heißen molekularen Kerns, der in der Großen Magellanschen Wolke entdeckt wurde© FRIS / Tohoku University

Ein japanisches Team hat erstmals einen heißen molekularen Kern außerhalb der Milchstraße entdeckt. Die heiße und dichte Ansammlung komplexer Moleküle, die einen neugeborenen Stern umgibt und mit ALMA ausfindig gemacht werden konnte, besitzt eine völlig andere molekulare Zusammensetzung als ähnliche Objekte in unserer Galaxis – ein vielversprechender Hinweis darauf, dass die Chemie in unserem Universum unterschiedlicher sein könnte als bisher angenommen.

Weiterlesen: ALMA entdeckt stellaren Kokon mit seltsamer chemischer Zusammensetzung

 

Geschrieben: 23.09.2016
Kategorie: Astronomie

ALMA erforscht das Hubble Ultra Deep Field© ALMA (ESO / NAOJ / NRAO) / NASA / ESA / J. Dunlop et al. and S. Beckwith (STScI) and the HUDF Team

Bevor das Hubble Ultra Deep Field (HUDF) im Jahr 2004 wegen seines Galaxienreichtums weltberühmt wurde, schien diese dunkle Ecke des Universums auf den ersten Blick eher unauffällig zu sein. Nun hat ein internationales Astronomenteam mit dem Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) diese Region im Mikrowellenbereich noch genauer unter die Lupe genommen als jede andere Beobachtungskampagne zuvor. Die Forscher, unter ihnen auch Wissenschaftler aus Heidelberg, Bonn und Garching, konnten zeigen, dass die Sternentstehungsrate in jungen Galaxien eng mit der Gesamtmasse der Sterne zusammenhängt. Sie fanden heraus, welches Rohmaterial für die Sternentstehung vor etwa 10 Milliarden Jahren, zur Blütezeit der Galaxienentstehung, im Kosmos zur Verfügung stand.

Weiterlesen: ALMA erkundet das Hubble Ultra Deep Field

 

Geschrieben: 22.09.2016
Kategorie: Astronomie

Computersimulation eines Lyman-Alpha-Blobs© J. Geach / D. Narayanan / R. Crain

Ein internationales Astronomenteam hat mit ALMA sowie dem Very Large Telescope der ESO und weiteren Teleskopen das Rätsel um die Beschaffenheit eines seltenen Objekts im fernen Universum gelöst, eines sogenannten Lyman-alpha-Blobs. Bislang war ungeklärt, warum diese riesigen Wolken aus Gas so hell leuchten, aber mit ALMA wurden nun zwei Galaxien im Zentrum eines dieser Objekte entdeckt, in denen die Sternentstehungsrate so hoch ist, dass die Umgebung zum Leuchten gebracht wird. Diese großen Galaxien wiederum befinden sich im Zentrum einer Ansammlung aus kleineren Galaxien, sodass es scheint, als handele es sich um eine frühe Phase in der Entstehung eines massereichen Galaxienhaufens. Es ist anzunehmen, dass sich diese zwei Galaxien in ferner Zukunft zu einer einzigen riesigen elliptischen Galaxie entwickeln.

Weiterlesen: ALMA enthüllt die Geheimnisse eines riesigen Gasklumpens im Weltraum

 

Geschrieben: 17.09.2016
Kategorie: Astronomie

Die Aktive Galaxie Markarian 1018© ESO / CARS survey

Ein internationales Astronomenteam mit starker deutscher Beteiligung hat mit dem Very Large Telescope der ESO und dem Röntgensatelliten Chandra der NASA das Rätsel um die ungewöhnliche Veränderung im Verhalten eines supermassereichen Schwarzen Lochs im Zentrum einer weit entfernten Galaxie gelöst. Es scheint, als stünden dem Schwarzen Loch harte Zeiten bevor, da es nicht mehr mit ausreichend Materie gefüttert wird, um weiterhin seine Umgebung aufleuchten lassen zu können.

Weiterlesen: Hungerndes Schwarzes Loch lässt hell leuchtende Galaxie wieder verblassen

 

Geschrieben: 07.09.2016
Kategorie: Astronomie

Der ungewöhnliche Sternhaufen Terzan 5© ESO / F. Ferraro

Ein internationales Astronomen-Team hat ein bisher einzigartiges Relikt aus der Anfangsphase der Milchstraße enttarnt, das Sterne völlig unterschiedlichen Alters beherbergt. Dieses Sternsystem gleicht zwar auf den ersten Blick einem gewöhnlichen Kugelsternhaufen, besitzt aber Eigenschaften, die bisher noch nie bei einem Sternhaufen beobachtet wurden. Darin enthalten sind auch Sterne, die den ältesten Sternen in der Milchstraße bemerkenswert ähnlich sind. Mit dieser Entdeckung, die mit dem Very Large Telescope der ESO und anderen Teleskopen gelang, schließt sich die Lücke im Verständnis zwischen der Vergangenheit unserer Galaxie und ihrer Gegenwart.

Weiterlesen: Astronomen entdecken einzigartiges Relikt aus der frühen Phase der Milchstraße

 

Geschrieben: 24.08.2016
Kategorie: Astronomie

Künstlerische Darstellung des um Proxima Centauri kreisenden Planeten© ESO / M. Kornmesser

Mit Teleskopen der ESO und anderen Einrichtungen ist es Astronomen gelungen, einen klaren Hinweis auf einen Planeten zu finden, der den nächsten Stern zur Erde, Proxima Centauri, umkreist. Dieser lang gesuchte Planet, genannt Proxima b, umkreist seinen kühlen, roten Mutterstern alle 11 Tage und besitzt eine Temperatur, die Wasser in flüssigem Zustand an der Oberfläche für möglich erscheinen lässt. Dieser Gesteinsplanet hat etwas mehr Masse als unsere Erde und ist der zu uns nächstgelegene extrasolare Planet - vielleicht ist er sogar der nächste Ort außerhalb unseres Sonnensystems, wo Leben existieren kann. Eine Publikation dieser epochalen Entdeckung erscheint am 25. August 2016 im Wissenschaftsmagazin Nature.

Weiterlesen: Planet in bewohnbarer Zone um nächstgelegenen Stern gefunden

 

Geschrieben: 10.08.2016
Kategorie: Astronomie

Der Sternhaufen Messier 18 und seine Umgebung© ESO

Der Bereich um die wenigen blauen Sterne im oberen linken Teil dieses riesigen neuen 615 Megapixel großen ESO-Bilds stellt die perfekte kosmische Umgebung dar, um das Leben und Sterben von Sternen zu untersuchen: In dem Messier 18 genannten Sternhaufen finden sich viele Sterne, die einst aus derselben massereichen Wolke aus Gas und Staub entstanden sind. Aufgenommen wurde das Bild, das auch rote Wolken leuchtenden Wasserstoffs und dunkle Filamente aus Staub beinhaltet, mit dem VLT Survey Telescope (VST) am Paranal-Observatorium der ESO in Chile.

Weiterlesen: Ein Sternenlabor im Schützen

 

Geschrieben: 28.07.2016
Kategorie: Astronomie

Künstlerische Darstellung des exotischen Doppelsternsystems AR Scorpii© M. Garlick / University of Warwick / ESO

Astronomen haben mit dem Very Large Telescope der ESO und weiteren bodengebundenen sowie weltraumbasierten Teleskopen einen neuen Typ exotischer Doppelsternsysteme entdeckt. Im Sternsystem AR Scorpii beschleunigt ein sich schnell um seine eigene Achse drehender Weißer Zwerg Elektronen auf nahezu Lichtgeschwindigkeit. Diese hochenergetischen Teilchen erzeugen Strahlungsschübe, die auf den ihn begleitenden roten Zwergstern einprasseln und das gesamte System alle 1,97 Minuten mit Strahlung vom Ultravioletten bis zum Radiobereich pulsieren lassen. Die dazugehörige Studie erscheint am 28. Juli 2016 in der Zeitschrift Nature.

Weiterlesen: Weißer Zwerg heizt rotem Zwergstern mit mysteriöser Strahlung mächtig ein

 

Geschrieben: 13.07.2016
Kategorie: Astronomie

Künstlerische Darstellung der Wasserschneegrenze um den jungen Stern V883 Orionis© A. Angelich (NRAO / AUI / NSF) / ALMA (ESO / NAOJ / NRAO)

Zum ersten Mal gelang es Wissenschaftlern, die sogenannte Schneegrenze von Wasser innerhalb einer protoplanetaren Scheibe sichtbar abzubilden. Diese Linie kennzeichnet den Abstand, ab dem die Temperatur in der Scheibe um einen jungen Stern so weit gesunken ist, dass sich Schnee bilden kann. Eine dramatische Zunahme der Helligkeit des jungen Sterns V883 Orionis hat den inneren Bereich der Scheibe schlagartig erwärmt, so dass die Wasserschneegrenze deutlich weiter nach außen verschoben wurde, als es für einen Protostern eigentlich üblich ist. Aus diesem Grund war es den Wissenschaftlern mit dem Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) möglich, die Grenze zum ersten Mal zu beobachten. Die Ergebnisse werden am 14. Juli 2016 in der Zeitschrift Nature veröffentlicht.

Weiterlesen: Sterneruption macht Schneegrenze von Wasser sichtbar

 

Geschrieben: 12.07.2016
Kategorie: Astronomie

Ein tiefer infraroter Blick von HAWK-I in den Orionnebel© ESO / H. Drass et al.

Noch nie zuvor konnten Wissenschaftlern so tief in das Herzen des Orionnebels blicken, wie es nun mit dem HAWK-I-Infrarotinstrument am Very Large Telescope (VLT) der ESO in Chile gelang. Das beeindruckende Bild enthüllt etwa zehn Mal so viele Braune Zwerge und isolierte Objekte planetarer Masse, wie bisher bekannt. Die Entdeckung sorgt nun dafür, dass das bisherige weithin akzeptierte Szenario, wie die Sternentstehungsgeschichte in Orion ablief, möglicherweise überdacht werden muss. An der Entdeckung beteiligt waren auch Wissenschaftler aus Bochum und Heidelberg.

Weiterlesen: Tief im Herzen des Orionnebels