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Gespräch mit H. J. Jung von der Airbus Defense&Space

Geschrieben am 12.11.2014, 15:39:46 in Kategorie: Mission "Rosetta" mit Lander "Philae"

Herr Jung berichtete von der letzten Nacht, als die Probleme mit dem Kaltgassystem festgestellt wurden. Man weiß nicht sicher, ob dieses System funktionieren wird oder ob nur ein Sensor defekt ist. Man hat deswegen die Software des Landers so geändert, dass die Harpunen bereits gezündet werden, wenn Philae mit einem Bein aufkommt. Geplant war dieser Vorgang eigentlich erst beim Oberflächenkontakt aller drei Beine. Philae erzeugt bereits Solarenergie. 600 Watt werden benötigt, um 300 Watt werden derzeit erzeugt. Der Lander wurde bereits für die ursprünglich angedachte Mission zum Kometen 46P/Wirtanen konzipiert. Dort war man aufgrund einer geringeren Masse des Kometen von einer Landegeschwindigkeit von 0,5 Metern pro Sekunde ausgegangen. Bei der Mission zum Kometen 67P/Chruryumov-Gerasimenko musste man von der doppelten Landegeschwindigkeit ausgehen. Dieses war für die ursprüngliche Konstruktion der Höchstwert. Das Landesystem wurde für die neue Mission deswegen modifiziert und die mögliche Neigung des Dämpfers verringert.

Quelle

Auf Distanz
Podcast von Lars Naber, der sich mit Astronomie und Raumfahrt beschäftigt.

Webseite: http://aufdistanz.de
Webseite: http://extras.aufdistanz.de

H. J. Jung
H. J. Jung von Airbus Defense&Space
© Lars Naber

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