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Kategorie: Astronomie

Diese Kategorie enthält 128 Beiträge auf 13 Seiten.

Geschrieben: 15.02.2017
Kategorie: Astronomie

Heißer Jupiter© ESO

Eigentlich war das 2009 gestartete NASA-Weltraumteleskop Kepler zur Suche nach extrasolaren Planeten schon 2013 wegen zweier defekter Schwungräder außer Betrieb gesetzt worden. Doch die Missionskontrolle schaffte es, den Teleskop-Orbiter in einem veränderten Betriebsmodus auf seiner Umlaufbahn um die Sonne in eine Raumlage zu manövrieren, die eine Fortsetzung der Mission ermöglichte. Dabei wurde der Sonnenwind zur Stabilisierung der Sonde genutzt, sodass der Mission im Mai 2014 ein "zweites Leben" eingehaucht werden konnte, die von der NASA mit dem Missionsnamen K2 bezeichnet wird. Wissenschaftler vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) haben nun gemeinsam mit Kollegen anderer Einrichtungen in den K2-Daten sechs neue Planeten an anderen Sternen entdeckt, darunter federführend zwei außergewöhnliche Begleiter an einem Stern mit der anderthalbfachen Masse der Sonne.

Weiterlesen: Keplers "zweites Leben": DLR-Forscher finden sechs Planeten

 

Geschrieben: 01.02.2017
Kategorie: Astronomie

Katzenpfoten- und Hummernebel© ESO

Die als NGC 6334 und NGC 6357 katalogisierten leuchtenden Nebel aus Gas und Staub werden von Astronomen bereits seit langer Zeit untersucht. Trotzdem ist dieses riesige neue Bild vom VLT Survey Telescope etwas Besonderes, da es sich um die neueste Aufnahme des Nebels und mit etwa zwei Milliarden Pixeln um eines der detailreichsten Bilder handelt, das je von der ESO veröffentlicht wurde. Ihre einprägsamen Namen haben die kosmischen Wolken ihren charakteristischen Formen zu verdanken: Katzenpfotennebel bzw. Hummernebel.

Weiterlesen: Himmlische Katze trifft kosmischen Hummer

 

Geschrieben: 18.01.2017
Kategorie: Astronomie

ALMA beobachtet riesigen Sonnenfleck (1,25 Millimeter)© ALMA (ESO / NAOJ / NRAO)

Neue Aufnahmen, die mit dem Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) in Chile aufgenommen wurden, haben sonst unsichtbare Details unserer Sonne zum Vorschein gebracht. Unter den Bildern findet sich auch eine neue Aufnahme des dunklen, gekrümmten Zentrums eines Sonnenflecks, dessen Größe fast dem Doppelten des Erddurchmessers entspricht. Diese Bilder sind die ersten Aufnahmen der Sonne, die mit einer Einrichtung aufgenommen wurden, an der die ESO beteiligt ist. Damit haben sich die Möglichkeiten zur Beobachtung und Erforschung der Physik unseres nächsten Sterns um eine wichtige Komponente erweitert. Die ALMA-Antennen wurden in besonderer Weise konzipiert, so dass sie die Sonne abbilden können, ohne durch die intensive Hitze des gebündelten Lichts beschädigt zu werden.

Weiterlesen: ALMA beginnt Beobachtung der Sonne

 

Geschrieben: 09.01.2017
Kategorie: Astronomie

Die Molekülwolke Orion A aus Sicht von VISTA© ESO / VISION survey

Diese beeindruckende neue Aufnahme zeigt die Molekülwolke Orion A, die nächste uns bekannte Entstehungsregion massereicher Sterne, etwa 1350 Lichtjahre von der Erde entfernt. Hierbei handelt es sich um eines der größten Mosaike aus nahinfraroten hochauflösenden Einzelbildern, die mit dem VISTA-Durchmusterungsteleskop am Paranal-Observatorium der ESO im Norden Chiles aufgenommen wurden und viele jungen Sterne und andere Objekte zum Vorschein bringen, die normalerweise tief in den Staubwolken verborgen sind.

Weiterlesen: Die verborgenen Schätze der Wolken Orions

 

Geschrieben: 21.12.2016
Kategorie: Astronomie

Das verschmelzende Galaxiensystem Arp 220 aus Sicht von ALMA und Hubble© ALMA (ESO / NAOJ / NRAO) / NASA / ESA and The Hubble Heritage Team (STScI / AURA)

Dank neuer Empfänger, die an den Antennenschüsseln des Observatoriums angebracht wurden, kann das Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) in Chile jetzt in einem neuen Bereich des elektromagnetischen Spektrums beobachten. Die neuen Empfänger können Radiowellen mit Wellenlängen zwischen 1,4 und 1,8 Millimeter erfassen – ein Bereich, der vorher von ALMA unberührt blieb. Die Aufrüstung ermöglicht es Astronomen, schwache Signale von Wasser im nahen Universum nachzuweisen.

Weiterlesen: Erstes Licht für Band 5 bei ALMA

 

Geschrieben: 12.12.2016
Kategorie: Astronomie

Nahaufnahme eines Sterns in der Nähe eines Schwarzen Lochs (künstlerische Darstellung)© ESO, ESA / Hubble, M. Kornmesser

Einen außergewöhnlich hellen Lichtpunkt in einer fernen Galaxie hielt man lange für die hellste je beobachtete Supernova. Doch neue Beobachtungen mehrerer Observatorien, darunter auch ESO-Teleskope, ziehen diese Klassifikation des ASASSN-15lh getauften Ereignisses nun in Zweifel. Stattdessen schlägt eine Gruppe von Astronomen, darunter auch Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching, vor, dass die Ursache ein noch extremeres und sehr seltenes Ereignis gewesen sein könnte – ein schnell rotierendes Schwarzes Loch, das einen ihm zu nahe gekommenen Stern zerrissen hat.

Weiterlesen: Rotierendes Schwarzes Loch, das Stern verschluckt, könnte sehr helles Aufleuchten erklären

 

Geschrieben: 07.12.2016
Kategorie: Astronomie

Dunkle Materie in der Region der KiDS-Durchmusterung (Region G12)© Kilo-Degree Survey Collaboration / H. Hildebrandt & B. Giblin / ESO

Die Auswertung einer riesigen neuen Galaxien-Durchmusterung deutet darauf hin, dass Dunkle Materie weniger dicht und dafür gleichmäßiger im gesamten Weltraum verteilt sein könnte, als bisher angenommen. Ein internationales Astronomenteam, unter ihnen auch Wissenschaftler vom Argelander-Institut für Astronomie in Bonn, analysierte Daten aus dem Kilo Degree Survey (KiDS), der mit dem VLT Survey Telescope der ESO in Chile durchgeführt wurde, um zu untersuchen, wie das Licht von etwa 15 Millionen entfernten Galaxien auf großen Skalen durch die Gravitationskraft der Materie im Universum beeinflusst wurde. Die Ergebnisse scheinen im Widerspruch zu früheren Ergebnissen des Planck-Satelliten zu stehen.

Weiterlesen: Dunkle Materie könnte gleichmäßiger verteilt sein als erwartet

 

Geschrieben: 04.12.2016
Kategorie: Astronomie

Die Polarisation des Lichts, das von einem Neutronenstern emittiert wird© ESO / L. Calçada

Astronomen haben im Licht, das von einem ungewöhnlich dichten und stark magnetisierten Neutronenstern emittiert wird, möglicherweise die ersten Hinweise auf einen seltsamen Quanteneffekt gefunden, der in den 1930er Jahren zum ersten Mal vorhergesagt wurde. Die Polarisation des Lichts, das sie mit dem Very Large Telescope der ESO beobachteten, legt nahe, dass der leere Raum um den Neutronenstern einem Quanteneffekt unterliegt, den man als Vakuumdoppelbrechung bezeichnet.

Weiterlesen: Erste Hinweise auf merkwürdige Quanteneigenschaften des leeren Raums gefunden?

 

Geschrieben: 09.11.2016
Kategorie: Astronomie

Mit SPHERE beobachtete protoplanetare Scheiben© ESO

Bis heute ist noch nicht vollständig geklärt, welchen Einfluss Planeten auf die Form der Scheiben um junge Sterne haben können, in denen sie selbst entstehen. Mit dem SPHERE-Instrument am Very Large Telescope der ESO konnten nun auffällige Merkmale in solchen Scheiben im Detail beobachtet und deren komplexen Dynamiken untersucht werden – im Fall eines jungen Sonnensystems konnte dessen Entwicklung sogar in Echtzeit beobachtet werden. Die jüngst veröffentlichten Ergebnisse dreier Astronomenteams zeigen, dass SPHERE für solche Beobachtungen prädestiniert ist – und dass durch diese Beobachtungen deutlich wird, in welch komplexen Umgebungen neue Welten entstehen. An den Untersuchungen waren auch Forscher vom Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg beteiligt.

Weiterlesen: Wie Sonnensysteme entstehen

 

Geschrieben: 02.11.2016
Kategorie: Astronomie

Region R44 im Carinanebel© ESO / A. McLeod

Riesige säulenartige Strukturen konnte ein internationales Astronomenteam, darunter auch Wissenschaftler aus Garching, München und Heidelberg, innerhalb des Carinanebels beobachten. Eine Analyse zeigte, dass es sich – im Gegensatz zu den bekannten und ähnlich geschaffenen Säulen der Schöpfung im Adlernebel – eher um Säulen der Zerstörung handelt. Die eindrucksvollen Bilder entstanden mit dem MUSE-Instrument am Very Large Telescope der ESO.

Weiterlesen: Säulen der Zerstörung